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Jubiläum: Sächsisches Serumwerk Dresden wird 100 Jahre alt

Jubiläum: Sächsisches Serumwerk Dresden wird 100 Jahre alt

Die Mitarbeiter des vor 100 Jahren gegründeten ehemaligen Sächsischen Serumwerkes in Dresden können zuversichtlich in die Zukunft blicken. Das seit 1992 zum international operierenden, britischen GlaxoSmithKline-Konzern gehörende Unternehmen kann beim Festakt zum Jubiläum an diesem Freitag auf stabile Zahlen bei Beschäftigung und Produktion verweisen.

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Das Dresdner Serumwerk erhält einen neuen Anbau.

Quelle: Stephan Lohse

Eigenen Angaben zufolge flossen seither rund 190 Millionen Euro in Ausbau und Modernisierung von Gebäuden und Anlagen. „Das zeigt die Unterstützung und Anerkennung, die wir durch unseren Konzern erfahren“, sagte Werkschef Peter Schu am Donnerstag.

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Ein Reinigungswagen - auch dieser muss steril sein.

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Das Unternehmen wurde 1911 vom Erfinder des Mundwassers Odol, Karl-August Lingner (1861-1916), gegründet und war schon rund 20 Jahre später eines der Großen in der Branche. In der DDR kam es 1972 zur Übernahme durch den Staat, nach der deutschen Wiedervereinigung verkaufte es die Treuhand 1992 an das Pharmaunternehmen SmithKline Beecham. Nach der Fusion mit dem Pharmakonzern Glaxo Welcome 2000 musste der Dresdner Betrieb seinen Namen anpassen: Aus dem Sächsischen Serumwerk Dresden wurde 2008 das GlaxoSmithKline Biologicals Dresden - oder kurz: GSK Bio Dresden.

Das Werk hatte 1975 erstmals Grippeimpfstoff im Programm. Jetzt kommen von jährlich weltweit etwa 500 Millionen Dosen diese Stoffs nach Unternehmensangaben allein 70 Millionen aus Dresden. In der Hauptsaison sind zeitweise mehr als 800 Mitarbeiter mit der Herstellung beschäftigt. Das Serum wird in gut 70 Ländern vertrieben. 2009 war in Dresden auch der Pandemie-Impfstoff gegen die Neue Grippe produziert worden.

Seit Mai entsteht auf dem Firmengelände in der Dresdner Innenstadt für 30 Millionen Euro ein neues Büro- und Verpackungsgebäude. Für eine weitere geplante Ausweitung des Werkes wurden Flächen aufgekauft.

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Allerdings konkurriert Dresden bei diesem ehrgeizigen Vorhaben innerhalb des Glaxo-Konzerns mit dem Standort Laval im kanadischen Quebec. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen.

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Der Festakt zum Jubiläum, dem unter anderem auch Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) beiwohnen will, geht im ehemaligen Wohnsitz Lingners über die Bühne, der Villa Stockhausen, einem kleinen Schloss am Elbhang. Seit 2002 müht sich eine Bürgerinitiative um Erhalt und Sanierung des spätklassizistischen Baus. Die Kosten werden auf elf Millionen Euro geschätzt.

Der Chef des Fördervereins, Peter Lenk, sieht die Veranstaltung als Zeichen, dass GKS in wohltätigen Fußstapfen des Mäzens und Firmengründers treten und aus Anlass des Jubiläums dafür „einen deutlichen Betrag“ spenden wird. „Die Konzernzentrale in London hat sich zum Lingner-Schloss bekannt.“

Auf Lingner, der 1892 das Mundwasser Odol auf dem Markt gebracht hat, geht unter anderem auch die Gründung des Deutschen Hygiene-Museums Dresden zurück.

GlaxoSmithKline zählt mit fast 100 000 Mitarbeitern zu den größten Pharmakonzernen der Welt. GSK Biologicals ist die Impfstoffsparte des Unternehmens.

dpa

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