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Journalistenpreis für DNN-Redakteur Ralf Redemund

Journalistenpreis für DNN-Redakteur Ralf Redemund

Der Kampf der DNN gegen Machtmissbrauch, Mauscheleien und Missmanagement im Zusammenhang mit dem Tourismusverband Dresden, anderen Dresdner Institutionen und den Dresdner Zwingerfestspielen erfuhr jetzt internationale Anerkennung.

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DNN-Redakteur Ralf Redemund (3. von links) mit Claudia Schwegler, Rainer Mohrmann, Ekhard Schmermund, Peter Bothe und Oliga Kern von der Wolfgang-Fichtner-Stiftung. Mit der Bildmontage "Die Trixxer" war einer der Texte über die Machenschaften rund um die Zwingerfestspiele illustriert.

Quelle: Carola Fritzsche

Die Schweizer Wolfgang-Fichtner-Stiftung hat am Wochenende in Dresden DNN-Redakteur Ralf Redemund für seinen "Mut zur Veröffentlichung und Aufklärung" der Machenschaften um das finanzielle Desaster der Zwingerfestspiele ausgezeichnet. Stiftungspräsident Dr. Peter Bothe überreichte dazu einen 10000-Schweizer-Franken-Scheck.

Ralf Redemund dankte der DNN-Chefredaktion für den Rückhalt. Die DNN musste sich im Zuge der Recherchen zahlreicher Einflussversuche, Anfeindungen und Repressalien erwehren. Die DNN-Recherche führte letztlich unter anderem dazu, dass der Vorstand des Tourismusverbandes Dresden um den Vorsitzenden Jeffrey Poetzsch, beraten von der Steuerexpertin Angelika Perret (Schneider & Partner), vorzeitig zurücktreten musste und der Tourist-Service neu ausgeschrieben wurde. Die Zukunft der Zwingerfestspiele ist indes mehr als ungewiss; es wird wohl keine Fortsetzung des Theaterspektakels von Regisseur Dieter Wedel geben, das laut DNN-Informationen ein Finanzloch von bis zu einer Million Euro gebar. Zudem missbrauchte der Veranstalter den DNN-Recherchen nach öffentliche Gelder und Personal, um das Loch zwischenzeitlich zu stopfen und das Spektakel zu veranstalten.

Die Wolfgang-Fichtner-Stiftung zeichnet jährlich herausragende Journalisten aus, die sich im Kampf gegen Korruption, Amtsmissbrauch und Vetternwirtschaft verdient gemacht haben. Das Stiftungsvermögen geht auf den Dortmunder Unternehmer Wolfgang Fichtner zurück, der zeitlebens höchstselbst Missbrauch öffentlichkeitswirksam angeprangert hat. Ein Vertrautenkreis von Fichtner, der 2004 verstorben ist, setzt mit der Stiftung den Kampf fort, angeführt von Rainer Mohrmann, stellvertretender Chefkorrespondent des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages. Mohrmann fahndet bundesweit nach Beispielen herausragender journalistischer Tätigkeit, wurde nun in Dresden fündig.

Inzwischen sind die Service-Leistungen für Touristen nach Ausschreibung durch die Stadt Dresden vom Wirtschaftsausschuss an den Dresdner Unternehmer Lars Knüpfer und das Dresdner Druck- und Verlagshaus vergeben worden (DNN berichteten). Der Tourismusverband Dresden, der sich trotz des Finanzskandals wieder beworben hatte, ging leer aus. Das neue Bieterkonsortium geht am 20. April dieses Jahres an den Start. Der Vertrag gilt zunächst bis Ende 2015.

Der Dresdner Unternehmer Thomas Bohn (Saxoprint-Chef und Aufsichtsratsboss von Dynamo Dresden) hat zwar die Veranstaltungskonzepte, den Fundus, die Vermarktungsrechte und die geschützte Marke "Zwingerfestspiele" erworben, eine Neuauflage ist indes nicht in Sicht. Stattdessen wird es in diesem Jahr wohl einen Orangen-Sommer mit Orangenbäumen und Gastronomie im Zwinger geben, wenn der Denkmalschutz mitmacht.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.02.2013

Birgel, Dirk

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