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Jobcenter-Chef Jan Pratzka zum Umzug: "Das ist alles generalstabsmäßig geplant"

Jobcenter-Chef Jan Pratzka zum Umzug: "Das ist alles generalstabsmäßig geplant"

in jedem Büro der Dresdner Agentur für Arbeit stapeln sie sich. Nun ist es soweit: Von heute an werden schrittweise und bei laufendem Dienstbetrieb alle 475 Mitarbeiter umziehen - von der Budapester Straße 30 in den Neubau auf der Henriette-Heber-Str.

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Die ersten der 475 Mitarbeiter der Dresdner Agentur für Arbeit räumen schon heute ihre gepackten Kisten in den neuen Büros aus.

Quelle: Norbert Neumann

Kisten über Kisten. 6, Luftlinie 80 Meter. "Das ist alles generalstabsmäßig geplant", sagt Agenturchef Thomas Wünsche. "Jedes Team, weiß, wohin es zieht und wann". Klar ist auch, dass das Amt am 28. Juli seinen Betrieb voll wieder aufnimmt, nachdem es am 24. und 27. Juli zwei Schließtage eingelegt hat, um alles ordentlich zum Laufen zu bringen.

So weit ist man im Dresdner Jobcenter noch nicht. Die Behörde, die Jan Pratzka leitet, bevölkert ja bereits zur Hälfte die Räume in der Budapester Straße, nun ziehen hier auch die Kollegen der Außenstellen von der Widerspruchsstelle an der Nossener Brücke und aus Cotta ein, wo sich bislang ein Team um Unterhaltsansprüche von Hartz-IV-Beziehern kümmert. "300 der 670 Mitarbeiter müssen sich bewegen", sagt Pratzka. Einen groben Fahrplan dafür gibt es schon, aber da für die Außenstellen Mietverträge einzuhalten sind, wird sich die Sammlungsbewegung des Jobcenters wohl bis zum Jahresende hinziehen.

Pratzka und Wünsche können dem Umzug einiges abgewinnen, sehen Synergien, mehr Effizienz. "Es fallen unnötige Überschneidungen weg, wir haben Leistung und Vermittlung unter einem Dach, kurze Wege", bringt es der Jobcenter-Chef auf den Punkt. Dass er etwas weniger Miete zahlt als sein Vormieter, die Arbeitsagentur, dürfte sich für seinen von Tarifsteigerungen gebeutelten Haushalt positiv auswirken.

Im neuen Agenturgebäude stehen jedem Mitarbeiter 12,25 Quadratmeter Fläche zu, zitiert Wünsche die Verwaltungsvorschrift, mehr Platz gibt's bei Publikumsverkehr, damit sich auch Rollstuhlfahrer frei bewegen können. Dass die Räume für die meisten etwas kleiner ausfallen, schreckt ihn nicht. "Wir haben kaum noch Aktenhaltung", sagt er, das senke den Platzbedarf gewaltig.

Das Jobcenter hat es weniger komfortabel. Weil Bund und Länder noch über die Archivierung der Hartz-IV-Fälle reden, also völlig offen ist, was aufhebenswert ist und was nicht, hat seine Behörde Unmassen an Papierakten - alles, was in den letzten zehn Jahren aufgelaufen ist. "Die Akten lagern zur Zeit noch in unserm Archiv auf der Zwickauer Straße", erklärt Pratzka. Künftig werden sie die Keller auf der Budapester Straße 30 füllen.

Für das Erdgeschoss des Hauses gibt es ganz spezielle Pläne. Noch ist nichts in trockenen Tüchern, aber wenn die Konditionen stimmen, könnte dort künftig eine Art "Haus der Jugend" etabliert werden. Die Idee der "Jugend- und Berufsagentur" stammt aus Hamburg und hat zum Ziel, jungen Leuten unter 25 eine Anlaufstelle für alles rund um Jobsuche, Jugendamt und Sozialhilfe zu bieten. Noch immer gehen offenbar junge Menschen im Ämterdickicht verloren, weil sie die Wege nicht durchschauen oder keine Lust auf Kontrolle haben, die Gründe seien vielschichtig.

"Wir brauchen aber jeden", sagt Thomas Wünsche und verweist auf den Erfolg des Hamburger Modells, wo deutlich mehr junge Leute als vorher beruflich auf den Weg gebracht wurden. Der Freistaat treibe das Projekt mit einem entsprechenden Gesetz voran, Jobcenter und Agentur in Dresden haben bereits eine entsprechende Kooperation vereinbart. Nun geht es nur noch um die Umsetzung, so die Behördenleiter.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.07.2015

Barbara Stock

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