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"Jetzt stapelt sich das Altpapier" - Blaue-Tonnen-System zeigt Lücken

"Jetzt stapelt sich das Altpapier" - Blaue-Tonnen-System zeigt Lücken

Die Einführung der städtischen "Blauen Tonnen" bleibt von Problemen überschattet. Obzwar mehr Hausbesitzer als zunächst gedacht solche Tonnen bestellt hatten, haben sich doch vielerorts Lücken im Altpapier-Sammelsystem aufgetan, wie aus mehreren Leseranrufen und -briefen in unserer Redaktion hervorgeht.

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Am Sammelplatz stapelt sich das Papier seit dem Abzug des Containers.

Das Problem: Nicht vor allem Häusern stehen städtische oder private Blaue Tonnen. Andererseits hat aber das Abfallwirtschaftsamt von etwa der Hälfte der 640 Containersammelplätze die Papier- und Pappcontainer abgezogen, als der neue Hol-Service eingeführt wurde.

"Das muss die Stadt doch besser organisieren können", ärgert sich etwa Ursula Schiemann. "An der Marienberger Straße wurde unser Papiercontainer abtransportiert und jetzt stapeln sich dort das Altpapier und die Pappe." Gerade in dieser Gegend würden viele Häuserblocks von Verwaltungen in Westdeutschland betreut, die vom Dresdner Altpapierstreit nie etwas gehört und daher auch keine Blauen Tonnen bestellt haben. Zwar sei sie vom Abfallwirtschaftsamt auf einen anderen Container-Stellplatz verwiesen worden, an dem weiter Altpapier gesammelt wird, berichtet die 85-Jährige. "Aber für ältere Leute ist das ein ganz schön weiter Weg. Nun werfen die meisten ihr Papier in den Restmüll und das kann ja auch nicht so gedacht sein."

Ursula Schiemann ist nicht die erste, die auf diese Lücken aufmerksam gemacht hat - dem Abfallwirtschaftsamt ist die Problematik jedenfalls bekannt. "Wir müssen die Bürger jetzt einfach um etwas Geduld bitten", betonte Rathaus-Sprecherin Anke Hoffmann. Denn das neue Altpapiersammelsystem befinde sich noch in der Einführungsphase. In den nächsten 14 Tagen werde es Veränderungen geben. Beispielsweise werden einige Container nur ausgetauscht und umgestellt, so dass nicht jede Stelle leer bleibt, an der früher Papierbehälter standen.

Die Stadt hatte Anfang des Monates begonnen, über 16 000 Blaue Tonnen in Dresden aufzustellen. Damit will sie den privaten Blautonnen Paroli bieten, die der Kommune in den vergangenen Jahren viel vom lukrativen Sekundärrohstoff Altpapier abgejagt hatten (DNN berichten). Heiko Weckbrodt

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.01.2012

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