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Jetzt Zwiebeln der Frühjahrsblüher stecken

Dresdner Gartenberaterin Helma Bartholomay empfiehlt Jetzt Zwiebeln der Frühjahrsblüher stecken

Jetzt ist es höchste Zeit, im Garten den nächsten Frühling vorzubereiten und Zwiebelpflanzen zu stecken, die im kommenden Jahr mit für die ersten bunten Farbtupfer sorgen sollen. Die Dresdner Gartenberaterin Helma Bartholomay gibt Tipps zum Pflanzen und zu Zwiebelblühern, die noch nicht ganz so bekannt sind.

Hunds-Zahnlilie (gelb) und Hyazinthe.

Quelle: Helma Bartholomay

Dresden. Jetzt ist es höchste Zeit, im Garten den nächsten Frühling vorzubereiten und Zwiebelpflanzen zu stecken, die im kommenden Jahr mit für die ersten bunten Farbtupfer sorgen sollen. Kaiserkronen (Fritillaria imperialis) und Schachbrettblumen (Fritillaria meleagris) sollten möglichst schon im August /September gepflanzt werden. „Denn sie haben keine richtige Schutzhülle und sollten nicht zu lange offen liegen“, weiß die Dresdner Gartenberaterin Helma Bartholomay. Als Faustregel gilt: Die Zwiebeln zwei-bis dreimal so tief pflanzen, wie sie hoch sind. In der Regel stehen die richtigen Pflanztiefen auf der Verpackung. Daran sollte man sich auch halten.

„Die Pflanzzeit für Tulpen-, Narzissen-, Krokuszwiebeln beginnt im September. Man kann sie aber auch noch im November stecken, wenn der Boden nicht gefroren ist.“ Wichtig ist aber, beim Kauf auf die Qualität der Blumenzwiebeln zu achten. „Zwiebeln und Knollen sollten sich fest und prall anfühlen, an keiner Stelle schimmeln, nicht zu weit ausgetrieben haben und auch nicht völlig ausgetrocknet sein. Sonst hat man mit großer Wahrscheinlichkeit umsonst Geld investiert“, weiß Bartholomay. „Entweder die Zwiebeln treiben gar nicht oder nur grüne Blätter.“

Sie empfiehlt, erstens Blumenzwiebeln sobald sie auf den Markt kommen, zu kaufen und nicht erst im November, wenn sie Wochen im Markt vor sich hin getrocknet sind. Zweitens sollte man die gekauften Zwiebeln möglichst gleich nach dem Kauf in die Erde bringen. Ist das erst zwei, drei Tage später möglich, lagert man sie bis dahin kühl und trocken.

Das gilt auch für die Knollen der im Sommer blühenden Dahlien und Gladiolen, die vor dem ersten Frost im Garten ausgegraben und eingelagert werden müssen. Ruhmeskrone (Gloriosa ) kann entweder mit Topf eingestellt werden oder man gräbt sie aus und lagert sie kühl und trocken in Kisten ein. Denn bei Minusgraden würden diese Pflanzen kaputt gehen. „Bewährt hat es sich, wenn man eine Holzkiste mit Zeitungspapier auslegt, Torf einschüttet und darin die Dahlien- und Gladiolenknollen lagert“, so Bartholomay. „Sand geht auch, aber frischer Kompost nicht. Denn wenn in dem Material zu viel Feuchtigkeit ist, könnte das bei zu viel Wärme dazu führen, dass die Pflanzen treiben.“ Wichtig auch hier: Kühl, trocken und dunkel lagern.

„Wer Dahlien zum Beispiel den Sommer im Topf gezogen hat, kann die Knollen im Topf in der Erde lassen. Einfach nicht mehr gießen, die oberirdischen Teile der Pflanze abtrocknen lassen, entfernen und dann ab in den kühlen Keller“, so die Gartenfachfrau. Ebenso praktiziere man das bei Blutblume (Haemanthus katherinae) und den Rhizomen des Süßschnee.

Montbretie

Montbretie.

Quelle: Helma Bartholomay

Montbretien, die im Sommer an langen Stängeln leuchtend gelbe, orange oder rote Blüten hervorbringen, die sich wunderbar für Sträuße eignen, sind in der Regel nicht ausreichend frosthart. „Ich habe sie aber jetzt schon vier Jahre im Gartenbeet gelassen und mit einer dicken Reisigschicht abgedeckt. Da die zurückliegenden Winter nicht sonderlich hart waren, haben meine Montbretien die kalte Jahreszeit im Garten gut überstanden“, berichtet Helma Bartholomay aus ihrer Erfahrung.

Zu den weniger bekannten Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen, die frosthart sind und deshalb nicht wieder ausgegraben werden müssen – es sei denn, man will sie mal vereinzeln oder umpflanzen – gehören die Hunds-Zahnlilien (Erythronium dens-canis). „Es gibt sie in Weiß, Gelb und Rosa. Die Blüten, die im April/Mai erscheinen, sind sehr hübsch und die Pflanzen sehr robust.

Im Boden bleiben kann ebenfalls die Zwergiris (Iris reticulata), die meist ab Mitte Februar für einen blauvioletten Blütenflor sorgt. Während der gelb- oder orangefarbene Milchstern (Ornithogalum dubium), der oft als Zimmerpflanze angeboten wird, keinen Frost verträgt, gibt es laut Helma Bartholomay frostharte weiß blühende Milchsterne (Ornithogalum umbellatum). Sie bevorzugen durchlässigen humosen Boden im halbschattigen bis sonnigen Bereich.

Und zwei letzte Pflanztipps für Farbe im Frühjahr: „Botanische Krokusse sind etwas sehr Bezauberndes. Sie sind zwar etwas kleiner und blasser in der Farbe als die Zuchtsorten, aber sie blühen zeitiger, können viele Jahre an einer Stelle im Garten bleiben und verwildern“, so die Gartenberaterin. Ebenfalls ein wunderschöner Frühjahrsblüher ist die Anemone blanda. Bei der Strahlen-Anemone handelt es sich ebenfalls um ein Zwiebelgewächs, das im Garten überdauert, sich bei guten Bedingungen ausbreitet und im Frühling dann blaue Teppiche – wie zum Beispiel alljährlich im Großen Garten – bildet. Auch diese genannten Pflanzen können jetzt in die Erde gebracht werden.

 

Von Catrin Steinbach

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