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Jagdflugzeug MiG 15 in Dresden „gelandet“

Neue Kampfflugzeuge für Militärhistorisches Museum Jagdflugzeug MiG 15 in Dresden „gelandet“

Spionageflugzeuge, geheime Akten und Geheimdienstspielzeug à la James Bond – das und vieles mehr bietet die neue Sonderausstellung „Achtung Spione“ des Militärhistorischen Museums. Ab dem 17. März gibt es auf 1200 Quadratmetern über 600 spannende Exponate zu sehen.

Die MiG 15 wird in die Halle 28 des Museums überführt. Flügel und Rumpf wurden getrennt angeliefert.
 

Quelle: Anja Schneider

Dresden.  „Achtung Spione“, heißt es ab dem 17. März im Militärhistorischen Museum an der Stauffenbergallee. Die neue Sonderausstellung beschäftigt sich insbesondere mit den Geheimdiensttätigkeiten der Deutschen in den Jahren 1945 bis 1956. Als besonderes Highlight werden aktuell zwei militärische Flugzeuge aus den jeweiligen politischen Lagern in Position gebracht. Neben einer amerikanischen Republic F-84, auch „Thunderstreak“ genannt, wurde am Mittwoch eine sowjetische MiG 15 ins Museum eingebracht. Rumpf und Flügel wurden getrennt voneinander angeliefert und erst in der Ausstellungshalle wieder zusammengebaut. Beide Maschinen stammen aus der Außenstelle des Militärhistorischen Museums in Berlin Gatow.

Neuzugang für das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden: Am Mittwoch traf eine MiG 15 im Museum ein.

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Kurator Magnus Pahl ist stolz auf seine Jagdflieger und weiß um deren Bedeutung für die Entwicklung der historischen Ereignisse: „Beide Jagdflugzeugtypen gelten als Synonym für den Luftkampf und die Aufklärungsarbeit, vor allem während den Anfängen des Kalten Krieges.“ Die Sowjets bauten zwischen 1949 und Mitte der 1950er Jahre mehr als 18.000 Kampfflieger des Modells MiG 15. Da diese im Laufe der Jahre jedoch den amerikanischen Modellen technisch unterlegen wurden, setzten sie die Russen in den 50er Jahren vermehrt als Spionage- und Aufklärungsflugzeuge ein. Das amerikanische Gegenstück, die Republic F-84, wurde auch an die Piloten deutscher Aufklärungsgeschwader ausgeliefert und diente unter anderem zur Funkspionage. Am 10. März 1953 kam es sogar zu einem Zwischenfall mit beiden Flugzeugtypen, als eine sowjetische MiG 15 eine unerlaubt über dem tschechischen Luftraum fliegende F-84 abschoss.

Die Kampfjets werden separat vom Hauptausstellungsraum zusammen mit weiteren Exponaten in einer Nebenhalle ausgestellt. Auf einer Ausstellungsfläche von insgesamt 1200 Quadratmetern gibt es neben Agentenpistolen und amerikanischen Aufklärungsballons des Typs „Moby Dick“ über 600 weitere, teils kuriose Ausstellungsstücke zu sehen. Bei einigen Exemplaren, wie beispielsweise einem Tannenzapfen als Geheimversteck für Nachrichten, so verspricht Kurator Pahl, komme „echtes James-Bond-Feeling“ auf.

Aus den Beständen des KGB wird unter anderem auch eine goldene AK-47 ausgestellt, mit welchen der russische Geheimdienst besondere Leistungen im Spionagebereich würdigte. Ein Großteil der Exponate stammt aus dem Umfeld von Reinhard Gehlen, dem Gründer des BND. „Die neue Sonderausstellung präsentiert jahresweise die sicherheitspolitische Situation und die deutsch-deutsche Militärspionage. Die Besucher können Zeugen von Methoden, Strategien und technischen Mitteln während der Spionage an der unsichtbaren Front des kalten Krieges werden“, so Pahl weiter.

Von Sebastian Burkhardt

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