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Investor präsentiert öffentlich seine Pläne mit dem Wiener Loch in Dresden

Investor präsentiert öffentlich seine Pläne mit dem Wiener Loch in Dresden

Vielleicht würde sich das Wiener Loch immer noch im Dornröschenschlaf befinden, wenn Thomas Cromm öfter mit der Deutschen Bahn fahren würde. "Ich war wohl der einzige deutsche Immobilienmanager, der das Wiener Loch noch nicht kannte", meinte der Vorstand der Revitalis Real Estate AG gestern Abend scherzhaft.

Weil er nie am Hauptbahnhof ausgestiegen und beim Weg in die Altstadt über die riesige Brachfläche gestolpert ist. "Als ich im Februar 2012 die Ausschreibung gesehen habe, dachte ich: interessante Lage. Als ich mir im März das Objekt angeschaut habe, dachte ich: Ups, was für ein großes Loch."

Aber ein zentrumnahes Loch, fand Cromm und wischte die Bedenken seiner Kollegen, die öfters mal mit dem Zug nach Dresden gefahren waren und die Brache für unbebaubar hielten, beiseite. "Eine Baugrube hat ja auch Vorteile. Zumindest sind da keine Altlasten und Blindgänger drin", meinte er.

Ab dem nächsten Jahr will der Hamburger Immobilienentwickler einen der letzten großen innerstädtischen Schandflecke beseitigen. Auf einer Veranstaltung der SPD-Stadtratsfraktion stellten Cromm und Architekt Jan-Oliver Meding im Hotel Pullmann Dresden Newa die Pläne für das Wiener Loch vor.

Es sollen 249 Wohnungen in sechs Gebäuden mit einer Wohnfläche von 55 bis 130 Quadratmetern entstehen, dazu Ladengeschäfte. Die Gesamtwohnfläche beträgt laut Cromm 16 886 Quadratmeter, die Gewerbefläche 5962 Quadratmeter. In einer zweigeschossigen Tiefgarage will der Investor 334 Parkplätze schaffen. Meding kündigte einen großzügigen Innenhof zwischen den Gebäuden an, der zu einer Parklandschaft gestaltet werden soll. Der Investor sei aus städtebaulichen Gründen dazu verpflichtet, 23 Meter hoch zu bauen. Man wolle mit dieser Vorgabe gewissermaßen spielerisch umgehen und Penthäuser und Staffelgeschosse bauen.

Rund 70 Millionen Euro investiert die Revitalis Real Estate AG in den Komplex am Wiener Platz, der künftig "Prager Carrée" heißen soll. "Es ist wohl nicht hilfreich, wenn ein Projekt Wiener Loch heißt", sagte Cromm. Meding verwies auf unterschiedliche Auffassungen zwischen Stadt und Investor zu den zu schaffenden Parkplätzen. Schließlich habe die Revitalis für jede Wohnung einen Parkplatz schaffen und deshalb zwei statt einer Tiefgaragenebene bauen müssen. Das habe zu Mehrkosten in Höhe von 3,9 Millionen Euro geführt.

Der einzige Streitpunkt mit der Stadt, die Zusammenarbeit sei ansonsten positiv gewesen, so Cromm. Gegenwärtig laufe die Abstimmung zu den Fassadenentwürfen. In wenigen Wochen will der Investor den Bauantrag einreichen, ab dem Frühjahr 2014 soll gebaut werden. Die Fertigstellung ist für 2016 geplant.

Axel Bergmann, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, lobte vor zahlreichen Zuhörern das Vorhaben, das die Innenstadt belebe. "Wir sind froh, dass dieser Schandfleck verschwindet und hochwertige Gebäude entstehen."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.08.2013

Baumann-Hartwig, Thomas

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