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Internationale Gärtner wollen bleiben - Bald Baustart für Max-Planck-Zentrum für Systembiologie

Internationale Gärtner wollen bleiben - Bald Baustart für Max-Planck-Zentrum für Systembiologie

Die Max-Planck-Gesellschaft beginnt in diesen Tagen damit, ein interdisziplinäres "Zentrum für Systembiologie" (CSBD) in Dresden zu errichten. Darin werden über 100 internationale Biophysiker, Bildanalysten, Physiker, Genetiker und Experten für Hochleistungsrechner gemeinsam forschen.

Der Freistaat Sachsen hat für das wissenschaftliche Zentrum 26 Millionen Euro Anschub-Finanzierung zugesagt.

Im CSBD werden die Forscher mit quantitativen Methoden, wie sie in den Naturwissenschaften und der Informatik üblich sind, untersuchen, wie biologische Prozesse auf molekularer Ebene "funktionieren", wie aus atomaren Verbindungen ein Lebewesen entsteht. Dafür wollen die Wissenschaftler beispielsweise sehr schnelle und hochauflösende Mikroskope und Hochleistungs-Computer koppeln, um gewissermaßen Detailvideos von Zellteilung und embryonalem Wachstum bei Tieren zu erzeugen und zu untersuchen. Leiter ist der US-amerikanische Genetik-Star Eugene Myers.

Das ambitionierte und weltweit einzigartige Projekt hatte allerdings durch einen Dominoeffekt für Unmut bei den Anrainern gesorgt: Weil für das CSBD ein Parkplatz am benachbarten Max-Planck-Institut für Genetik und Zellbiologie wegfällt, soll ein neues Parkhaus an der Gleisschleife auf der anderen Seite der Pfotenhauer Straße in Dresden-Johannstadt entstehen. Dadurch sehen sich einerseits Teile einer klassischen Kleingartensparte wie auch die "Internationalen Gärten" bedroht, in denen Kleingärtner aus mehreren Herkunftsländern bisher gemeinsam gepflanzt und gestaltet haben.

"Wir wollen bleiben", sagte Faida Al-Rofaie vom Trägerverein der "Internationalen Gärten". Sie und ihre Kollegen hoffen dabei auf den neuen Stadtrat, in dem ab September Rot-Rot-Grün das Sagen hat. Die Stadtverwaltung habe zwar inzwischen auch mehrere Ausweichgrundstücke für die Internationalen Gärten in der Nähe angeboten - der Verein habe sich aber noch für keine Option entschieden.

Das Stadtgrünamt befinde sich "im engen Kontakt zu dem Verein, um die dann notwendige Ersatzfläche zu organisieren", versicherte derweil Rathaus-Sprecherin Nora Jantzen auf Anfrage. "Potenzielle Flächen wurden bereits besichtigt. Wir sind optimistisch, eine geeignete Fläche zum Zeitpunkt der Inanspruchnahme bereitstellen zu können." Zudem haben die Anrainer ab dem heutigen Tag genau einen Monat lang Zeit, im Zuge einer "frühzeitigen Bürgerbeteiligung" Einwände gegen den Parkhaus-Bauplan vorzubringen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.08.2014

Weckbrodt, Heiko

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