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Interessengemeinschaft reicht Welterbe-Bewerbung für Dresden-Hellerau ein

Interessengemeinschaft reicht Welterbe-Bewerbung für Dresden-Hellerau ein

Der Dresdner Stadtteil Hellerau soll als „Laboratorium einer neuen Menschheit" auf die deutsche Vorschlagsliste für neue Unesco-Welterbestätten. Eine Initiativgruppe, der Unternehmer und Bürger angehören, hat am Dienstag die Bewerbung beim Innenministerium eingereicht.

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Die Gartenstadt Hellerau

Quelle: Sebastian Kahnert

„Wir sind uns einig, dass es dieser besondere Ort verdient hat, international bekannter zu werden", sagte der Sprecher der Interessengemeinschaft, Fritz Straub. Die Gartenstadt Hellerau als Ort, der Architektur- und Theatergeschichte geschrieben habe, besitze den von der Unesco verlangten außergewöhnlichen universellen Wert. Die Stadt begleite das Vorhaben wohlwollend.

Zwei Jahre nach Aberkennung des Welterbetitels für das Dresdner Elbtal gibt es damit eine neue Bewerbung um das begehrte Unesco- Gütesiegel aus Sachsens Landeshauptstadt. Initiatoren sind die Deutschen Werkstätten Hellerau GmbH, die Grundbesitz Hellerau GmbH, das Europäische Zentrum der Künste Dresden und ein Bürgerverein in dem nördlich des Zentrums gelegenen Viertel. Im Titel berufen sie sich auf den französischen Schriftsteller Paul Claudel, der Hellerau 1912 als „Laboratoire d‘une humanité nouvelle" bezeichnet hatte.

Die Siedlung war zwischen 1909 und 1914 erbaut worden. Mit ihrer speziellen Formensprache, stelle sie einen Aufbruch in den Funktionalismus und die Neue Sachlichkeit dar, so die Initiatoren der Bewerbung. Hellerau verkörpere in seiner kurzen, aber heftigen Blütephase Innovation, Provokation und Selbstreflexion eines Experiments des frühen 20. Jahrhunderts und sei so zum Zentrum der künstlerischen Avantgarde Europas avanciert.

Noch bis Ende Januar nimmt das Innenministerium Bewerbungen an. Anschließend wird eine Expertenkommission unter Vorsitz des Innenministeriums alle eingegangenen Vorschläge prüfen und auf ihre Erfolgsaussichten bewerten. Im Sommer entscheidet sich dann, ob Hellerau tatsächlich auf der sogenannten „Tentativliste" landet, die der Unesco dann vorgelegt wird.

Sachsen kann bis Herbst 2012 zwei neue Projekte für die nationale Vorschlagsliste anmelden. Vor drei Jahren hatte die Unesco mit dem Dresdner Elbtal erstmals eine Kulturerstätte von der Welterbeliste gestrichen - wegen der Waldschlößchenbrücke. Die Flussquerung wird seit November 2007 für inzwischen bis zu 182 Millionen Euro gebaut. Seit Jahren schwelt zudem noch ein juristischer Streit um die Baugenehmigung.

sl / dpa

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