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Institut für Musikermedizin Dresden eröffnet neues Gebäude

Institut für Musikermedizin Dresden eröffnet neues Gebäude

Das Institut für Musikermedizin in Dresden bekommt eine neue „Bühne". Mit einem Festakt wird an diesem Freitag das neue Institutsgebäude eingeweiht. Es entstand mit Geldern aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung.

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Institut für Musikermedizin

Quelle: dpa

1,4 Millionen Euro flossen in den Umbau des Hauses, weitere 260 000 Euro in die Erstausstattung, gab das Institut in Regie der Musikhochschule Dresden am Donnerstag bekannt. Mit modernster Technik kann das Team um Institutschef Prof. Hans-Christian Jabusch typischen Erkrankungen des Berufsstandes auf den Grund gehen.

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Das Institut für Musikermedizin Dresden bekommt ein neues Institutsgebäude

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Dazu zählen neben akuten und chronischen Schmerzen als Folge einer „Es gibt viele Analogien zwischen Sport- und Musikermedizin, abÜberlastung auch Hörschäden und sogenannte Musikerdystonien - Bewegungsstörungen mit neurologischer Ursache.er einen großen Unterschied: Die eine heroisiert, die andere tabuisiert", sagte der 46 Jahre alte Mediziner und Pianist Jabusch. „Wenn ein Boris Becker sich am Knie verletze oder Michael Ballack zur „Wade der Nation" avanciere, fiebere ein ganzes Volk mit. Ein erkrankter Musiker hingegen behalte sein Leiden lieber für sich und wolle in der Arztpraxis eher unerkannt bleiben." Der Festakt ist Teil des 10. Symposiums der Deutschen Gesellschaft für Musikphysiologie und Musikermedizin am Freitag und Samstag in Dresden. Hinter dem Gremium steht ein Netzwerk aus Ärzten, Physiotherapeuten, Psychotherapeuten, Musikern, Pädagogen und weiteren Experten - deutschlandweit derzeit etwa 480. In diesem Jahr lautet das Thema „Musikphysiologie als Hilfestellung für die musikalische Praxis". Dabei geht es auch um effiziente Strategien für das Üben mit Instrumenten sowie den Schutz vor Erkrankungen.

Schon seit Jahrzehnten ist der Wissenschaft bekannt, das Musiker an ihrem Beruf erkranken können. In einer US-amerikanischen Studie gaben in den 1980er Jahren 76 Prozent der befragten Orchestermusiker Gesundheitsprobleme als Folge ihrer Tätigkeit an. „Wir müssen feststellen, dass wir beim Musizieren an den Grenzen der menschlichen Physiologie angekommen sind", so Jabusch. Musiker müssten beispielsweise in der Oper über Stunden ein Höchstmaß an Präzision beibehalten. „Hier geht es um Millisekunden und Zehntelmillimeter. Bei einem Musiker kann schon eine sehr geringe gesundheitliche Störung zu einer sehr deutlichen Beeinträchtigung des Spiels führen", erläuterte der Professor.

Die Anfänge der Musikermedizin reichen bis in die 1920er Jahre. In den 1960er Jahren erfolgte eine Renaissance. Das bundesweit erste Institut wurde 1974 in Hannover gegründet. Heute haben sechs deutsche Musikhochschulen entsprechende Einrichtungen. Nach Aussagen von Jabusch wächst das Interesse an dem Fach weltweit. Jabusch selbst hält jedes Jahr auch Vorlesungen zur Prävention an der Juilliard School in New York.

In Dresden gibt es seit 2000 ein Institut für Musikermedizin. Als Keimzelle gilt das 1959 gegründete und bis heute bestehende Studio für Stimmforschung. Das Institut besitzt auch eine Ambulanz für erkrankte Musiker.

dpa

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