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Insolvenzverfahren: Florana KG und Nettekoven sind pleite

Insolvenzverfahren: Florana KG und Nettekoven sind pleite

In Dresden wird es in absehbarer Zeit weder eine Canaletto- noch eine Friedrichstadt-Passage geben. Das Amtsgericht Erfurt hat ein Insolvenzverfahren gegen die Nettekoven Beteiligungs GmbH sowie gegen die Florana KG eingeleitet, die den Bau der Einkaufszentren geplant hatte.

Der Traum von Investor Heinz Nettekoven ist damit geplatzt. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde der Erfurter Rechtsanwalt Volker Reinhardt eingesetzt. Für die GmbH erfolgte der Beschluss am 2. Juli, für Florana einen Tag später.

Für den Rechtsanwalt und seine Kollegen gilt es nun, ein Gutachten über die wirtschaftliche Lage der Unternehmen zu erstellen. So müsse ermittelt werden, über wie viel Vermögen das Firmengeflecht Nettekovens, an dem auch Ehefrau Gisela Nettekoven und Stiefsohn Stefan Fischer Anteile halten, verfüge, erklärte ein Mitarbeiter der Kanzlei gestern auf DNN-Anfrage. Erst dann fällt die Entscheidung, ob ein Insolvenzverfahren eröffnet wird. Bisher lägen allerdings noch nicht alle benötigten Informationen vor. Wann es zu einer Entscheidung kommt und wie viele Gläubiger es zum Beispiel in Dresden gibt, ist noch unklar. Fest steht aber, dass Nettekoven Entscheidungen in seinen Unternehmen nur noch mit der Zustimmung des Verwalters, in diesem Fall Volker Reinhardt, treffen darf.

Als überraschend kann das Aus des Investors Nettekoven indes nicht bezeichnend werden. Längst häuften sich die Spekulationen über Probleme des Unternehmers. Die Homepage der Florana KG zum Beispiel verschwand sang- und klanglos in den Sphären des Internets, die Telefonleitung zur Nettekoven Beteiligungs GmbH führt zu keinem Anschluss unter dieser Nummer. Am deutlichsten aber deuteten sich die Schwierigkeiten bei lang versprochenen Projekten in Dresden an, die es nicht einmal bis zum Spatenstich schafften.

Bereits im Februar 2011 wollte Nettekoven mit dem Bau der Friedrichstadt-Passage beginnen. Auf der Brachfläche an der Ecke Friedrich-/Weißeritzstraße tat sich jedoch nichts. Vor rund zweieinhalb Jahren sollte außerdem der Startschuss für den Bau der Canaletto-Passage am Straßburger Platz ertönen. Aus dem Einkaufs- und Dienstleistungscenter gegenüber der Gläsernen Manufaktur wurde aber bis heute nichts. Das jetzige Insolvenzverfahren bedeutet den endgültigen Todesstoß für Nettekovens Projekte - nicht nur in Dresden: Auch das von dem Investor geplante Einkaufszentrum in Görlitz beispielsweise ist vom Tisch.

Der 86-jährige Baulöwe war in den vergangenen Jahren verstärkt in Dresden tätig. Die Löbtau-Passage, ein Wohn- und Geschäftshaus auf der Hauptstraße sowie ein Parkhaus mit Läden auf der Bautzner Straße entstanden unter seiner Regie. Weitere Einkaufscentren sollten folgen. Sollten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.07.2013

Christin Grödel

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