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Ingenieure werden in Dresden knapp

Ingenieure werden in Dresden knapp

Ingenieure, Informatiker und andere hochqualifizierte Fachkräfte aus wirtschaftsnahen Berufen werden in Dresden knapper. Das geht aus einem Vergleich der jüngsten Arbeitsmarktberichte der Agentur für Arbeit hervor.

Von Heiko Weckbrodt

Von einem flächendeckenden Fachkräftemangel kann demnach in Dresden zwar weiterhin keine Rede sein - als Folge der positiven Wirtschaftsentwicklung wird die Bewerberauswahl in einigen Branchen beziehungsweise Firmen aber schon kleiner. So kamen vor einem Jahr im Arbeitsagenturbezirk Dresden auf jede gemeldete freie Stelle im Schnitt 11,6 Arbeitslose, im März 2012 waren es nur noch 9,7.

Gerade in jüngster Zeit hat sich diese Relation - wohl auch im Zuge der üblichen Frühjahrsbelebung - spürbar verschoben. So kamen noch im Januar 10,8 Arbeitslose auf jede gemeldete Stelle, im Februar waren es 10,4.

Schaut man sich die einzelnen Berufsgruppen an, wird das Bild deutlicher. Vor allem bei wissenschaftlich-technischen Jobs wird die Auswahl für einstellungswillige Unternehmen kleiner. In der Berufsgruppe "Naturwissenschaften, Informatik und Geografie" (die Zusammenstellung hat die Arbeitsagentur bei der Erhebung so gewählt) kamen in Januar noch 6,6 Arbeitslose auf jede Stelle - schon zu dieser Zeit ein niedriger Wert. Inzwischen stehen pro Job in dieser Berufsgruppe nur noch 4,7 entsprechend qualifizierte Arbeitslose in den Startlöchern. Ähnlich haben sich die Kaufmänner und -frauen verknappt - während sich die Job-Chancen für Geisteswissenschaftler und Kulturschaffende weiter verschlechtert haben.

Die Nachfrage für Ingenieure, Physiker, Chemiker und ähnliche Akademiker wird aber nicht nur durch die jüngsten Einstellungskampagnen solcher "Leuchttürme" wie Infineon oder Globalfoundries befeuert, die derzeit die Kapazitäten in ihren Dresdner Chipwerken ausbauen. Auch viele Mittelständler haben nach der Wirtschaftskrise investiert und suchen nun Fachkräfte. Allerdings haben kleinere Unternehmen oft das Nachsehen, da die "Großen" meist mit besseren Gehältern winken. "Wir spüren den Fachkräftemangel noch nicht", berichtete beispielsweise die Dresdner Infineon-Personalleiterin Ina Tews. Bislang habe man für die Ausbauten am Standort immer noch die passenden Experten finden können. Dies sei wohl den die attraktiven Arbeitsplatzbedingungen bei Infineon geschuldet.

Allerdings werden derzeit im Raum Dresden "überall noch Fachkräfte gesucht", wie Günter Bruntsch, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden betonte. Dies ist auch einer der Gründe für die jüngst angekündigte erste "Nacht der Industrie" (DNN berichteten), bei der 19 Mittelständler unter anderem um Nachwuchs werben wollen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.04.2012

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