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Infinus-Prozess: Angeklagte bezweifeln Zuständigkeit des Landgerichts

Verhandlungspause Infinus-Prozess: Angeklagte bezweifeln Zuständigkeit des Landgerichts

In Dresden hat am Montag der Prozess um den Betrugsskandal beim Finanzkonzern Infinus begonnen. Nach Verlesung der Anklage bezeichneten alle Angeklagten und ihre Verteidiger das Gericht als nicht zuständig. Das Gericht unterbrach daraufhin die Verhandlung bis zum Nachmittag.

Die Staatsanwälte (l-r), die Richter, die Angeklagten und ihre Verteidiger im Strafprozess um den Finanzdienstleister Infinus im Gerichtssaal des Landgerichts in Dresden.

Quelle: dpa

Dresden. In Dresden hat am Montag der Prozess um den Betrugsskandal beim Finanzkonzern Infinus begonnen. Sechs Ex-Manager der größtenteils insolventen Firmengruppe müssen sich vor dem Dresdner Landgericht wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs im besonders schweren Fall und Kapitalanlagebetrugs verantworten. Nach Verlesung der Anklage bezeichneten alle Angeklagten und ihre Verteidiger das Gericht als nicht zuständig. Sowohl die Zuweisung des Falles an die 5. Strafkammer des Landgerichts als auch die Berufung eines beisitzenden Richters und eines Ergänzungsrichters seien unzulässig erfolgt, argumentierte die Verteidigung. Das Gericht unterbrach daraufhin die Verhandlung und zog sich bis Nachmittag zu Beratungen über den Antrag zurück.

Laut Anklage haben die Manager ein sogenanntes Schneeballsystem betrieben und etwa 22 000 Anleger um rund 312 Millionen Euro betrogen. Die Verteidigung sprach dagegen am Montag von einem „tragfähigen Geschäftsmodell“ der Gesellschaften. Die Insolvenz sei erst durch Durchsuchung und Inhaftierung herbeigeführt worden.  

Fünf Angeklagte, unter ihnen der 54-jährige Gründer des Konzerns, sitzen seit November 2013 in Untersuchungshaft. Der sechste Beschuldigte war Anfang 2014 freigekommen. Ihm wird Beihilfe vorgeworfen.

Eine Zusammenfassung des Fallles lesen Sie hier.

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Alles nur ein Spiel? Die Manager des Finanzfirmengeflechts Infinus haben in Zeiten niedriger Zinsen mit Traumrenditen gelockt. Zehntausende sind ihnen ins Netz gegangen und haben sich von absurden Versprechen locken lassen.

Trotz mancher Zweifler gilt der Fall Infinus als einer der größten Anlegerskandale Deutschlands. Zehntausende Anleger sollen mit einem Schneeballsystem um viele Millionen Euro geprellt worden sein. Am heutigen Montag beginnt am Dresdner Landgericht der Strafprozess.

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