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Infinus: Insolvenzverfahren verzögert sich

Infinus: Insolvenzverfahren verzögert sich

Die Mitte Mai geplatzte Gläubigerversammlung bei der Future Business KG aA (FuBus), der Konzernmutter des Dresdner Finanzdienstleisters Infinus, hat Folgen für weitere Termine im Insolvenzverfahren.

Das Amtsgericht Dresden hat die ursprünglich für 30. Juni anberaumte Gläubigerversammlung auf den 25. November verschoben. Hintergrund: Gesetzlich vorgeschriebene getrennte Abstimmungen der mehr als 4500 Gruppen von Gläubigern, die bei der FuBus Orderschuldverschreibungen gezeichnet hatten, über die Wahl eines gemeinsamen Vertreters sind organisatorisch bis Ende Juni nicht zu stemmen.

Die Entscheidung darüber, ob ein gemeinsamer Vertreter gewählt wird oder nicht, ist Voraussetzung für den Berichtstermin, an dem wichtige Weichenstellungen im Insolvenzverfahren getroffen werden sollen. Eigentlich hat der Gesetzgeber die Möglichkeit eines gemeinsamen Vertreters geschaffen, um das Verfahren zu vereinfachen. Unter anderem der Streit um dessen Vergütung, die aus der Insolvenzmasse bestritten wird, also den Betrag schmälern würde, der den Anlegern als Quote ausgezahlt werden kann, hatte jedoch Anlegeranwälte bewogen, die Wahlversammlung im Mai platzen zu lassen.

Insgesamt 18 Firmen der Finanzgruppe hatten Insolvenz angemeldet, nachdem die Staatsanwaltschaft im November 2013 nach einer bundesweiten Razzia ihre Vermögen beschlagnahmt und sechs Manager in Untersuchungshaft genommen hatte. Ihnen wird vorgeworfen, mindestens 25 000 Anleger durch falsche Angaben zur Ertragslage betrogen und zudem Anlegergelder nicht wie versprochen investiert zu haben.Die Anleger fordern 684 Millionen Euro zurück.

Die strafrechtliche Aufarbeitung gestaltet sich schwierig, eine Anklageschrift der Staatsanwaltschaft ist noch in weiter Ferne. Die Ermittler warten noch immer auf ein vor Monaten in Auftrag gegebenes Gutachten zu dem Fall. Auch die nach sechs Monaten vorgeschriebene Haftprüfung für die fünf noch immer hinter Gittern sitzenden Manager zieht sich nun schon über mehre Wochen. Eine Entscheidung steht in diesen Tagen an. Zumindest zivilrechtlich geht es erst einmal weiter. Eine Anlegerin hat drei der Infinus-Bosse auf 45 000 Euro Schadenersatz verklagt. Morgen wird am Landgericht verhandelt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.06.2014

Holger Grigutsch

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