Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -3 ° Nebel

Navigation:
Google+
Infinus-Insolvenzen: Über 40 000 Gläubiger

Infinus-Insolvenzen: Über 40 000 Gläubiger

Mit der Eröffnung der ersten beiden Insolvenzverfahren ist in der vergangenen Woche wieder Bewegung in die Affäre um den Dresdner Finanzdienstleister Infinus gekommen.

So schnell, wie zu vermuten war, wird es nun aber wohl doch nicht gehen. Wegen der umfangreichen Beschlagnahme von Akten durch die Staatsanwaltschaft sei es für viele ihrer Kollegen schwierig, die Gutachten fertigzustellen, teilte Bettina Schmudde von der Kanzlei White & Case gestern mit. Die Insolvenzverwalterin der Infinus AG Ihr Kompetenzpartner (IKP) muss sich mit Forderungen von rund 530 Gläubigern befassen, darunter 111, die rund eine Million Euro in Anleihen investiert hatten.

In den 17 Insolvenzen rund um den Future-Business-Konzern (FuBus) dürfte es insgesamt um ein Summe gehen, gegen die sich die 400 Millionen Euro recht bescheiden ausnehmen, um die 25 000 Anleger - so der Verdacht der Staatsanwaltschaft - durch falsche Angaben zu Orderschuldverschreibungen geprellt worden sein sollen. Allein die beiden Emissionshäuser, Future Business KGaA und Prosavus AG verfügen laut Schmudde über rund 40 000 Anleger mit mehr als 65 000 Verträgen. Hinzu kommt eine stattliche Anzahl von Maklern, die Provisionsforderungen geltend machen werden. Allein bei der auch als "rote Infinus" bekannten IKP waren zu Spitzenzeiten mehr als 800 Makler fest unter Vertrag.

Von 121 Mitarbeitern, die der FuBus-Konzern laut Geschäftsbericht 2012 hatte, beschäftigt die IKP rund 30. Dass das Insolvenzverfahren am vergangenen Freitag eröffnet wurde, lag auch in ihrem Interesse, denn Insolvenzgeld bekamen sie nur bis Ende Januar. Auch sie hätte bei der IKP eine unvollständige Aktenlage vorgefunden, sagte Schmudde den DNN. Für die Erstellung ihres Insolvenzgutachtens hätten aber ausreichend relevante Informationen vorgelegen.

Was die Gesamtforderungen der IKP-Gläubiger und ihre eigene Strategie betrifft, lässt sich Schmudde noch nicht in die Karten schauen. Allerdings bestätig- te sie, dass sie den Verkauf der IKP-Töchter Brenneisen Capital AG und Hans John Versicherungsmakler GmbH anstrebt. Es gebe dafür auch Interessenten.

Im Interesse der Gläubiger, so Schmudde, arbeiteten bei der noch laufenden Ermittlung der vorhandenen Vermögenswerte und bei der der Durchführung der Insolvenzverfahren die Insolvenzver- walter aller Gesellschaften eng zusammen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.02.2014

Holger Grigutsch

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
Anzeige
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.