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Infineon dreht im neuen Geschäftsjahr den Investitionshahn wieder auf

Infineon dreht im neuen Geschäftsjahr den Investitionshahn wieder auf

Der Halbleiterhersteller Infineon spürt nach einem durchwachsenen Jahr den Aufschwung der Branche. Besser gerüstet setzt sich der Konzern für das neue Geschäftsjahr 2013/2014 deutlich ehrgeizigere Ziele.

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Ein Tricore-Chip aus Dresdner Produktion. An der Elbe betreibt der Halbleiterhersteller unter anderem eine 200-mm-Chipfabrik, die derzeit weiter automatisiert wird.

Quelle: Matthias Hiekel

München/Dresden. Nach zuletzt gesunkenen Zahlen sollen Umsatz und Gewinn nun steigen, sagte gestern Vorstandschef Reinhard Ploss, ohne konkreter zu werden. Nach Jahren des Umbaus und teils tiefer Krisen profitiert der Münchner Dax-Konzern von der Konzentration auf weniger schwankungsanfällige Geschäfte etwa mit der Autoindustrie oder Chipkarten.

Das machte sich auch bereits im eben beendeten Geschäftsjahr 2012/13 (30. September) bemerkbar, das nach Darstellung des Unternehmens positiver verlief als zunächst angenommen. Auch weil der Konzern es mittlerweile schafft, saisonale Nachfragelücken und Konjunkturschwankungen erheblich besser zu verdauen, wie Ploss betonte.

Infineon profitiert dabei vor allem von der kräftigen Nachfrage aus der Autoindustrie, die etwa durch Trends wie Hybrid- und Elektroantriebe oder autonomes Fahren mehr Computertechnik und damit mehr Chips in ihren Wagen braucht. Die Automobilsparte von Infineon liefert bereits den mit Abstand meisten Umsatz. Technik der Münchner Halbleiterspezialisten steckt etwa im neuen BMW-Elektroauto i3, das in Leipzig produziert wird.

Im abgelaufenen Gesamtjahr war das Ergebnis der Neubiberger aufgrund der Investitionsscheu der Großkunden in der Industrie auf 272 Millionen Euro von zuvor 427 Millionen Euro eingebrochen, der Umsatz stagnierte etwa bei 3,84 Milliarden Euro. Für das neue Geschäftsjahr (seit Oktober) sagte Ploss voraus, der Umsatz werde von zuletzt knapp 3,9 Milliarden Euro um sieben bis elf Prozent zulegen, die operative Rendite zwischen elf und 14 Prozent liegen.

Zuletzt drückte der Aufbau neuer Produktionsanlagen auf die Rendite der einstigen Siemens-Tochter. Nachdem Ploss im vergangenen Jahr das Geld beisammen gehalten hat, dreht er nun den Investitionshahn wieder auf. Rund 650 Millionen Euro will er in neue Anlagen und die Entwicklung stecken.

In Dresden ist die Automatisierung in vollem Gange. Ziel: 2015 will Infineon hier die höchstautomatisierte und modernste 200-mm-Chipfabrik der Welt betreiben. Die 200-mm-Fabrik ist seit 19 Jahren in Betrieb. Ihre Modernisierung geht leider zulasten von Stellen und wird sieben Prozent der aktuell 2200 Dresdner Infineon-Beschäftigten bis zum Herbst 2015 den Job kosten (DNN berichteten). Geplant ist laut Fabrikchef Pantelis Haidas, etwa 50 Roboter der Dresdner Firma HAP einzusetzen, die an den Mikroelektronik- Anlagen einfache Be- und Entlade- vorgänge übernehmen sollen.

Ein Teil des dadurch eingesparten Personals wird laut Unternehmensangaben für einen Ausbau in die gut ausgelasteten 200-mm-Fabrikteilen versetzt, andere kämen in das neue 300-mm-Werk für Leistungshalbleiter nebenan.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.11.2013

hw / bast / dpa

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