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In der Dresdner Schillergalerie wird aufgeräumt

In der Dresdner Schillergalerie wird aufgeräumt

Die Mieter der Schillergalerie sind beunruhigt. Zahlreiche Gerüchte machen die Runde, Konditormeister Harald Hinkel musste seine Filiale bereits räumen. Auch die Kurzzeitstände, die in den Gängen beispielsweise sorbische Ostereier verkauften, müssen ihren angestammten Platz verlassen.

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Die Schillergalerie soll ein neues Gesicht bekommen: Die Kurzzeitstände mussten das Feld räumen, die Bäckerei Hinkel ist wieder ausgezogen.

Quelle: Dietrich Flechtner

Eine Vermietung ist nicht mehr möglich. Die Angst über die Zukunft ist groß.

"Wir wissen über nichts Bescheid, werden im Dunkeln gelassen", erklärte die Mitarbeiterin eines Geschäftes, die anonym bleiben möchte. Über den eigentlichen Eigentümer der Schillergalerie weiß kaum jemand Näheres. Versuche, Kontakt aufzunehmen, seien bisher vergeblich gewesen, so die Verkäuferin.

Den konkreten Namen des Eigentümers möchte auch Centermanagerin Jana Betscher nicht in der Zeitung lesen. Ein kleines Zugeständnis hat sie aber auf Anfrage der Dresdner Neuesten Nachrichten gemacht: "Es handelt sich um eine französische Firma", so die Managerin und fügt hinzu: "Der Eigentümer hat in den vergangenen Jahren viel über das Haus nachgedacht." Ein Verkauf sei aber nicht im Gespräch. Dennoch wollen die Franzosen der Einkaufspassage einen neuen Anstrich geben und die Schillergalerie für "die nächsten 15 Jahre fit machen", so Jana Betscher. Denn im Dezember dieses Jahres feiert das Center seinen 15. Geburtstag, hat also schon einige Jahre auf dem Buckel.

"Das Umfeld hat sich verändert. Viele Geschäfte sind im Stadtteil hinzugekommen und auch die Bevölkerungsgruppe ist eine andere. Es leben nun viele junge Familien hier", erklärt die Frau, die seit Mai 2013 die Geschicke der Schillergalerie leitet. Auf diese Veränderungen, insbesondere auf die neuen Ansprüche der Kunden, müsse man reagieren. "Der französische Eigentümer hat das Haus in den vergangenen anderthalb Jahren von vorn bis hinten genauestens betrachtet", erklärt Betscher. Jeder Bereich, jedes Geschäft sei untersucht worden, um herauszufinden, welches profitabel arbeitet und welches nicht. "Die Analyse ist aber noch nicht abgeschlossen", betont Centermanagerin Betscher und möchte zu diesem Thema auch nichts weiter hinzufügen.

Doch einige Änderungen sind bereits geschehen. Die Kurzzeitstände sind weg, die Bäckerei Hinkel verkauft ihre letzten Brötchen. "Die Stände haben unser Angebot eigentlich bereichert. Doch es gab Beschwerden von Kunden, dass die Präsentation nicht optimal ist", erklärt Betscher und auch der Eigentümer sei nicht überzeugt, so dass die Vermietung momentan "on hold gestellt ist", meint die Centermanagerin. Auf deutsch: Sie wurde gestoppt. Die Bäckerei Hinkel sei aber freiwillig ausgezogen, beteuert die Managerin. Beide Seiten seien sich einig gewesen.

Das entspricht aber offenbar nicht der ganzen Wahrheit, wie Harald Hinkel auf DNN-Anfrage erklärt: "Mein Mietvertrag ist regulär ausgelaufen. Doch eine Verlängerung war nicht möglich." Gern wäre der Bäcker in der Schillergalerie geblieben. Doch der Eigentümer entschied sich gegen den Konditormeister, der wohl für die Einkaufspassage in Blasewitz nicht rentabel genug war. Bleibt abzuwarten, welche Geschäfte dem frischen Wind der Franzosen noch zum Opfer fallen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.04.2015

Nadine Steinmann

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