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In Nickern startet amSonnabend Dresdens erste Messermesse

In Nickern startet amSonnabend Dresdens erste Messermesse

Scharfe Klingen aus hartem Stahl mit Griffstücken aus hochwertigen Materialien lassen das Herz der Messernärrin Peggy Vornberger (45) höher schlagen.

Gemeinsam mit ihrem Mann Thomas (45), mit dem sie seit mehreren Jah- ren die Leidenschaft für Messer teilt und auch selber Klingen herstellt, organisiert sie die "Messer-Klinge-Stahl" - die erste große Dresdner Messermesse, die am Sonnabend von 10 bis 17 Uhr im Schloss Nickern an der Straße Alt- nickern 36 stattfindet. "In ganz Ostdeutschland gibt es noch keine vergleichbare Veranstaltung, das soll sich nun ändern", sagt Vornberger.

40 Aussteller aus Deutschland, Österreich, Tschechien und England präsentieren am Wochenende in Dresden ihre handgearbeiteten und oft sehr wertvollen Klingen-Kreationen. Viele sind Mitglied in der Deutschen Messermacher Gilde (DMG), die für Produkte mit höchster Qualität steht. "Mit Joe Pöhler, Eberhard Kaljumae, Richard Zirbes und Markus Becker haben wir einige der profiliertesten deutschen Messermacher nach Dresden holen können, die einige ihrer beeindruckendsten Exponate präsentieren werden", sagt Peggy Vornberger.

Beeindruckend ist bei vielen Messern nicht nur die künstlerische Ausführung, auch der Preis kann sich sehen lassen. Ein Fantasy-Messer von Markus Becker, an dessen Griff ein imposanter, detailliert gearbeiteter Drachenkopf mit Augen aus Granat thront, kostet 20 000 Euro. Dabei eignet sich das kunstvoll gestaltete Messer nicht einmal, um Brot zu schneiden.

Etwas weniger auf die Geldbörse drückt ein Messer-Werk von Richard Zirbes. Mittels Scrimshaw, einer alten Technik der Inuit, die an den europäischen Kupferstich erinnert, wurden in den Griff aus Mammut-Elfenbein und Ebenholz zwei Pinguine eingeritzt. Kostenpunkt: 3500 Euro. "Geringere Preise können für diese hochwertigen Messer nicht verlangt werden. Jedes Einzelstück braucht bis zu seiner Fertigstellung 40 bis 100 Arbeitsstunden und die verwendeten Materialien sind sehr teuer", begründet Vornberger die schon astronomisch anmutenden Preise.

Nicht nur die Kosten der Messer sprechen ein exklusives Publikum an, auch die Materialien für die Griffe und Klingen könnten exotischer kaum sein. Zum Einsatz kommen fossile Knochen, die über die Jahrhunderte jegliche Materialspannungen verloren haben, wie Mammutzähne, Rippen- und Penisknochen von Buckelwalen und Stoßzähne von Narwalen. Echtes Rochenleder wird für die Herstellung der Messerhefte verwendet. Die Klingen bestehen meist aus mehrfach gefaltetem Damaszener Stahl, der aus einem harten, spröden und aus einem weichen, flexiblen Metall besteht und so beide Eigenschaften in sich vereint. Drei der handgefertigten Messer werden unter den Besuchern verlost.

Hauke Heuer

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