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In Löbtau entsteht mit dem "Rosenwerk" ein neues Zentrum für Kreative

In Löbtau entsteht mit dem "Rosenwerk" ein neues Zentrum für Kreative

Noch ist es still in dem 350 Quadratmeter großen Domizil Rosenstraße 92 in Löbtau. In der ehemaligen Industrieimmobilie stehen vereinzelt Möbel, Kisten dienen zum Sitzen, ansonsten sind die Räume leer.

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Gründerin des Werk-Stadt.Ladens Karolin Partzsch (l.) und Künstlerin Ina Weise im noch fast leeren "Rosenwerk", das bald mit Leben gefüllt werden soll.

Quelle: Anja Schneider

Doch der Schein trügt, denn bald schon wird hier an diesem Ort gehobelt, gedruckt, genäht, getüftelt und noch viel, viel mehr. Das neue "Rosenwerk" ist ein Zusammenschluss mehrerer Institutionen wie dem "Werk.Stadt.Laden" und dem "FabLab Dresden" sowie einzelnen Künstlern. Unter der Trägerschaft des 2012 gegründeten "Konglomerat e.V." soll im Dresdner Westen ein neues Zentrum für Kreative zum Denken, Lernen und Ausprobieren entstehen.

Karolin Partzsch, Mitgründerin des Werk.Stadt.Ladens, nahm das neue Projekt in Angriff. "In diesem Zentrum sollen unterschiedliche Gewerke unter einem Dach zusammenkommen und sich gegenseitig technisch und kreativ unterstützen", erklärt sie. Das Rosenwerk werde genug Platz für Holzwerkstatt, Siebdruck, Analogfotografie, Näharbeiten und Lasern bieten. Außerdem sind z.B. eine Digitaldruckecke mit Großformatfotodrucker und Schneideplotter, ein großer Workshopbereich und Computerarbeitsplätze vorgesehen. Neben den verschiedenen Werkstatträumen, Lounge und Teeküche soll es zudem Büros zur Untervermietung an Partner und Freunde aus dem kreativen Netzwerk des Vereins geben, informieren die Initiatoren.

Derzeit haben schon das FabLab, das die erste offene HighTech-Werkstatt Dresdens gründete, und die Holzwerkstatt den Betrieb aufgenommen. "Wir machen das hier alles ehrenamtlich, es braucht also seine Zeit", erklärt Künstlerin Ina Weise, die sich am Projekt beteiligt. Anfang April ist eine erste große Party im neuen "Rosenwerk" geplant. Bis dahin sollen alle Werkbereiche in ihrer Basisfunktion hergestellt sein. "Wir arbeiten nebenberuflich mindestens einen Abend in der Woche, um das alles auf die Beine zu stellen", sagt Partzsch. 40 Mitglieder hat der "Konglomerat e.V." mittlerweile.

"Der Schritt zu etwas Größerem war sehr wichtig, aber auch sehr risikobehaftet", weiß Partzsch. Acht Jahre lief ihr Werk.Stadt.Laden gut. Doch die Nachfrage war so groß, dass der Platz nicht ausreichte.

Neben der Vermietung der Räume sollen Workshops zur Finanzierung des Rosenwerks beitragen. Außerdem suchen die Mitglieder der jungen Vereinigung händeringend nach Menschen, die gern kreativ sein und sich an dem Mammutprojekt beteiligen wollen. Hilfe - sowohl praktisch, als auch finanziell - wird dringend gebraucht. "Ohne Unterstützung kann der Verein schon bald die Miete nicht mehr finanzieren", ermuntert Bettina Weber, Schatzmeisterin des Vereins, Interessenten mitzutun.

Dass die Vereinsmitglieder das Risiko dennoch eingegangen sind, begründet Karolin Partzsch so: "Es sind schon zu viele Projekte an den fehlenden Freiräumen in der Stadt gescheitert. Wir hoffen einfach auf den Rückhalt der Dresdner." Auch außerhalb der Neustadt soll auf diese Weise ein Zentrum für kreative Leute entstehen. "Ich bin jetzt schon stolz auf das Erreichte, auch wenn noch viel Arbeit vor allen Beteiligten liegt", so Partzsch.

www.konglomerat.org

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.02.2015

Juliane Just

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