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In Dresden wurden in den vergangenen zwölf Jahren über 8700 Wohnungen abgerissen

In Dresden wurden in den vergangenen zwölf Jahren über 8700 Wohnungen abgerissen

Der seit einigen Monaten leergezogene Plattenbau an der Gerokstraße 5-11 wird bis November abgerissen. Das bestätigte Michael Fähle, Geschäftsführer der I&V Immobilien Betriebs- und Vermarktungsgesellschaft, gegenüber den DNN.

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Dieser heruntergewirtschaftete Plattenbau in der Johannstadt soll bis November verschwunden sein. Die freiwerdende Fläche wird vorerst begrünt. Eine Modernisierung des Gebäudes hätte sich nach Meinung des Eigentümers nicht rentiert.

Quelle: Carola Fritzsche

"Der Rückbau des Elfgeschossers hat vor einigen Tagen begonnen. Insgesamt verschwinden damit 160 Wohnungen, die sich in einem äußerst desolaten Zustand befanden", sagt Fähle. Der Brandschutz in dem Ende der 1970er Jahre errichteten Gebäude sei eine Katastrophe gewesen.

Noch Anfang dieses Jahres hatte der Dresdner Mieterverein versucht, den damals bereits beschlossenen Abriss der "Platte" zu verhindern. Vereinschef Peter Bartels schrieb einen Offenen Brief an Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) und baute so öffentlichen Druck auf, denn aus seiner Sicht herrscht in der sächsischen Landeshauptstadt mittlerweile Wohnungsnot.

Dem widerspricht Michael Fähle von der I&V. Um das Objekt zu sanieren, hätte man es komplett entkernen müssen - "und dies wäre unterm Strich nicht mehr wirtschaftlich gewesen". Die I&V ist übrigens ein Tochterunternehmen der Ostsächsischen Sparkasse Dresden und die errichtet derzeit nur wenige Meter von dem maroden Hochhaus entfernt einen Neubau.

"Wir wollen bis zum Herbst fertig sein und in dem Anbau neben unserer Zentrale unter anderem ein Schulungszentrum für unsere Mitarbeiter einrichten", sagt die stellvertretende Sprecherin der Ostsächsischen Sparkasse, Petra Gehlich, auf Anfrage. "Was wir vorher nur dezentral über die ganze Stadt verteilt anbieten konnten, findet künftig konzentriert an einem Standort statt." Die Sparkasse investiert in das Vorhaben rund sechs Millionen Euro.

Nach Angaben der Kommunalen Statistikstelle der Stadt sind in Dresden seit 2001 übrigens mehr Wohnungen abgerissen als neu gebaut worden. So kamen zwar 8203 Wohnungen neu auf den Markt, gleichzeitig verschwanden aber 8727 Stück, vorrangig über das Förderprogramm "Stadtumbau Ost". Weitere fast 2000 neue Wohnungen ermöglichte in den vergangenen zwölf Jahren der Um- und Ausbau von Häusern. Der Schwerpunkt lag laut Stadt auf der Umgestaltung alter Fabriken und Schulen. So hat beispielsweise die "Ventar Immobilien AG" im vergangenen Jahr die alte Übigauer Schule an der Thäterstraße als Wohngebäude saniert (DNN berichteten). Die meisten Wohnungen, nämlich 769 Stück, hat Dresden im Jahr 2005 eingebüßt. Zu dieser Zeit erlebten vor allem die Abrissprogramme ihren Höhepunkt, während mittlerweile der Wohnungsneubau wieder kräftig anzieht. Allerdings entstanden bis vor kurzem noch sehr viele Eigentumswohnungen für Selbstnutzer und kaum klassische Mietwohnungen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.07.2013

Christoph Stephan

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