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In Dresden fiel Startschuss für bundesweite Sicherheitsaktion für Grundschüler / Kritik an Eltern

In Dresden fiel Startschuss für bundesweite Sicherheitsaktion für Grundschüler / Kritik an Eltern

Die dunkle Jahrezeit steht bevor und viele Dresdner Schulanfänger legen ihren Schulweg zu Fuß zurück. Jedes Jahr verunglücken auf deutschen Straßen über 7.500 Grundschüler, 50 von ihnen starben in den letzten drei Jahren.

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Die sächsische Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) feierte zusammen mit den Schulanfängern der 16. Grundschule Josephine die Übergabe der ersten Warnwesten.

Quelle: Ralf U. Heinrich

Aus diesem Grund verteilen die Kultusministerien der Länder seit 2010 in Kooperation mit dem ADAC und der Deutschen Post bundesweit Warnwesten an alle Schulanfänger. Startschuss für die Aktion „Sichtbarkeit macht Schule“ war diesmal in der „16. Grundschule Josephine“ in Dresden. Darüber freut sich besonders die sächsische Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU), die seit diesem Jahr auch Präsidentin der Kultusministerkonferenz ist: „Wir sind froh, ein Zeichen für die Verbesserung der Sicherheit auf den Schulwegen setzen zu können.“

Nach einem kurzen Programm mit Fernsehmoderator Willi Weitzel erhielten am Mittwoch im feierlichen Rahmen rund 60 Erstklässler ihre Warnwesten. Neben Kultusministerin Brunhild Kurth teilten die Vertreter der Kooperationspartner fleißig mit aus. Im Freistaat werden ab dem 14. September rund 37.000 Warnwesten an 880 Grundschulen ausgegeben. Die Logistik übernehmen die Deutsche Post und DHL. Die Unternehmen haben seit 2010 bereits 4,5 Millionen Exemplare bundesweit verteilt, gratis. Bereitgestellt werden die von den Projektpartnern finanzierten Warnwesten von der Firma LHD Group GmbH.

Trotz der bereits fünften Auflage dieses Programms sind die Zahlen der verunglückten Kinder im Grundschulalter nicht zurückgegangen. Von 2012 bis 2015 blieb es bundesweit bei etwa 7.500 Unfällen pro Jahr. Warum es noch keine signifikanten Verbesserungen in dieser Statistik gibt, erklärt ADAC Sachsen-Vorstand Nikolaus Köhler-Totzki: „Es bringt nichts, wenn die Kinder die ausgegebenen Warnwesten nicht anziehen. Vor allem die Eltern müssen ihr Sicherheitsbewusstsein verbessern“.

Warum die Warnwesten unbedingt notwendig sind, weiß der 70-Jährige auch: „Der durchschnittliche Bremsweg bei 50 km/h liegt bei etwa 28 Metern. Bei schlechten Lichtverhältnissen sieht man Kinder in dunkler Kleidung erst ab einer Entfernung von 25 Metern. Mit Warnweste sind es 140 Meter“.

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Aktion sicherer Schulweg: Auch dieses Jahr gaben Poldi und die Polizei mehr als 3000 angehenden Erstklässlern Tipps für den sicheren Weg zur Schule.

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Sebastian Burkhardt

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