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In Dresden-Klotzsche verwandeln sich marode DDR-Platten in einen schicken Wohnhof

In Dresden-Klotzsche verwandeln sich marode DDR-Platten in einen schicken Wohnhof

Es ist eines ihrer größten Projekte: Rund 30 Millionen Euro will die Sächsische Wohnungsgenossenschaft Dresden e.G. (SWG) in den nächsten drei Jahren in ihre zehn Wohnblöcke an Selliner Straße und Göhrener Weg in Klotzsche stecken.

Die Vier- und Sechs-Geschosser sollen grundlegend saniert und umgebaut werden, die Zahl der Wohnungen wird sich von 569 auf 496 reduzieren. Am Ende werden die klassischen WBS 70-Bauten nicht mehr als Platte wiederzuerkennen sein, verspricht SWG-Vorstand Jürgen Zöfert.

Die DDR-Bauten entstanden Ende der 80er Jahre - die letzten Blöcke waren 1990 fertiggestellt worden - und zeigen jetzt natürlich Verschleißerscheinungen, so Zöfert. Ein guter Anlass für die SWG hier nicht nur zu modernisieren, die Fassade zu erneuern sowie in die Jahre gekommene Elektrik und Sanitäranlagen auszutauschen, sondern auch umfassend in die Gebäudestruktur einzugreifen. "Wir wollen mit anderen Grundrissen mit der Zeit gehen und ein breites Spektrum für Jung und Alt, Familien und Singles bieten", betont SWG-Vorstand Mathias Schulze. Entstehen sollen hochwertige, teils barrierefreie Ein- bis Fünf-Raum-Wohnungen zwischen 28 und 110 Quadratmetern zu einem Kaltmietpreis von 6,50 Euro pro Quadratmeter.

In drei Abschnitten lässt die SWG die so genannten "Klotzscher Höfe" nach Planungen der Ingenieurgemeinschaft Cossebaude GmbH sanieren. Begonnen wird in diesem Jahr mit dem Lindenhof an der Selliner Straße. Dort werden die beiden Sechs-Geschosser auf vier Etagen zurückgebaut. Nächstes Jahr starten die Baumaßnahmen an den drei Blöcken des Sonnenhofs am Göhrener Weg, der unter anderem eine Tiefgarage und Aufzüge erhalten wird. 2015 soll der Kirschhof folgen. Hier werden an der Nordecke des Blockgevierts zwei Eingänge abgerissen. "Die Gebäude waren dort von Anfang an nicht gut durchdacht, die Leute schauen sich gegenseitig auf den Balkon", erklärt Zöfert. Dafür werden an der Südseite die Blöcke über Eck geschlossen. Dort entstehen die Sahnestücke der SWG: Fünf-Raum-Wohnungen mit Grundrissen von über 100 Quadratmetern, großen Terrassen und Fenstern. Auch hier werden die Häuser mit Aufzügen ausgestattet. Alle drei Innenhöfe werden neu begrünt, erhalten Spiel- und Wäscheplätze, Bänke, Parkflächen und Fahrradgaragen. "Wir sanieren im bewohnten Zustand", so Zöfert, "bieten aber auch Ausweichwohnungen an." Im September beginnen die Abrissarbeiten im Lindenhof. Für diese Maßnahmen habe man nur zwei Monate, das sei die Zeit, wo die Fledermäuse von der Wochenstube in ihr Winterquartier wechseln, erklärt Schulze.

Die "Klotzscher Höfe" beherbergen das sachsenweit größte Fledermausquartier - 18 verschiedene Arten vom Grauen Langohr bis zur Mopsfledermaus. Deshalb werden die Modernisierungen ständig von einem Gutachter der Naturschutzbehörde begleitet werden. Bereits vor Baubeginn musste die SWG Ersatzquartiere für die Fledermäuse entlang der Giebelseite der Häuser anbringen - nach Gusto mit runden und eckigen Einfluglöchern.

iMusterwohnung im Göhrener Weg 17, jeden ersten Samstag im Monat von 10 bis 13 Uhr, Termin auch unter Tel. 850 24 83

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.06.2013

Madeleine Arndt

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