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Immobilienmarkt schreibt weiter Rekorde in Dresden

Immobilienmarkt schreibt weiter Rekorde in Dresden

Der Immobilienmarkt der Landeshauptstadt verzeichnet weiter Rekordpreise. Über 160 Millionen Euro Umsatz erzielten Eigentümer im ersten Halbjahr dieses Jahres allein beim Verkauf von Eigentumswohnungen.

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Der Kopfbau in der Rampischen Straße gilt als Auftakt zur Frauenkirche. Die Eigentumswohnungen waren vergeben, bevor das Gerüst fiel.

Quelle: Matthias Hiekel/dpa

Dresden boomt. Das entspricht einem Wachstum von sieben Prozent, oder in absoluten Zahlen einem Plus von 11,2 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreshalbjahr. Noch einmal gravierend mehr Geld floss beim Verkauf bebauter Grundstücke. Über 286 Millionen Euro verbuchten die Eigentümer mit einem Plus von 20 Millionen.

Diese Zahlen gehen aus dem aktuellen Gutachten für Grundstückswerte der Stadt Dresden hervor. Dort wurde etwa die Hälfte aller abgeschlossenen Kaufverträge ausgewertet. Insgesamt können also die realen Umsätze auf gut das Doppelte geschätzt werden. Auffällig dabei ist, dass nicht etwa mehr Wohnungen und Grundstücksfläche verkauft wurde. Im Gegenteil: Es waren sogar weniger Wohnungen und ein knappes Viertel weniger Grundstücksfläche. Preissteigerungen auf ein für ostdeutsche Verhältnisse exorbitantes Niveau sorgen damit für die Rekordumsätze.

"Dresden gehört zu den dynamisch-sten Immobilienstandorten Deutschlands", sagt Klara Töpfer, die Vorsitzende des Gutachterausschusses. "Besonders interessant ist die Stadt für Kapitalanleger und Eigennutzer, die sich nach alternativen Anlageformen umsehen, um nicht der Gefahr einer Geldinflation zu unterliegen." Dresden biete ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und sei eine Alternative zu exorbitant teuren Städten wie München und Frankfurt.

"Kapital in Beton" ist das geflügelte Wort, das zusammenfasst, was in Dresden gerade passiert. Weil die Zinsen niedrig sind, investieren Anleger nicht in Geldanlagen, sondern Immobilien. "Hier werden gerade Spitzenpreise im Osten erzielt", bilanziert Töpfer. Elbflorenz sei eine der prosperierendsten Städte Ostdeutschlands.

Schon im Jahr 2012 lag Dresden laut der TLG Immobilien GmbH beim Quadratmeterpreis von sanierten Altbauwohnungen mit 1000 Euro nur knapp hinter dem Spitzenreiter Potsdam (1100 Euro). Mittlerweile gehen laut der Analyse die sanierten Altbauwohnungen in Dresden mit 2830 Euro über den Tisch. Besonders beliebt sind auch Wohnungen, die nach der Wende entstanden sind. "Mit elf Prozent ist die Preis- steigerung überdurchschnittlich", urteilen die Gutachter.

Selbst un- und teil- sanierte Wohnungen aus der DDR-Zeit und davor erzielen inzwischen Preise um die 1475 Euro pro Quadratmeter. Die teuersten Häuser, die im ersten Halbjahr verkauft wurden, waren ein 1,25 Millionen Euro teures Mehrfamilienhaus in der Neustadt sowie ein villenartiges 850 000-Euro-Zweifamilienhaus in Loschwitz. Gestern war auf der Internet-Plattform Immobilienscout 24 sogar eine Jugendstilvilla für 1,5 Millionen Euro im Angebot.

Die Kehrseite dieses Immobilien- Hypes trifft die Dresdner Mieter. "Dresden ist längst kein Mietermarkt mehr", erklärt Gutachterin Töpfer. Eine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt sei bei weiterem Zuzug nur zu erwar- ten, wenn mehr Wohnungen geschaffen würden. Von "Münchner Verhältnissen" sei Dresden aber noch weit entfernt. Auch ein Ausverkauf sei nicht zu befürchten. Denn immer mehr Eigen- nutzer wollen in Dresdner Häusern wohnen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.08.2014

Tominski, Katrin

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