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Immobilien-Check: Die Stadt hat noch Potential - Dresden ist eingutes Pflaster für Investitionen

Immobilien-Check: Die Stadt hat noch Potential - Dresden ist eingutes Pflaster für Investitionen

"Dresden bleibt attraktiv für Nutzer, Developer und Investoren", ist Aengevelt überzeugt. Das bedeutet, sowohl für Ladeninhaber und Wohnungsmieter als auch für Firmen, die Geschäfts- und Wohnhäuser entwickeln oder sie als Investitionsobjekte sehen, ist Dresden ein gutes Pflaster.

Von christoph springer

Wie lautet das Fazit?

"Dresden bleibt attraktiv für Nutzer, Developer und Investoren", ist Aengevelt überzeugt. Das bedeutet, sowohl für Ladeninhaber und Wohnungsmieter als auch für Firmen, die Geschäfts- und Wohnhäuser entwickeln oder sie als Investitionsobjekte sehen, ist Dresden ein gutes Pflaster.

Weshalb steigen die Preise?

Dresden hat bis 2025 steigende Bevölkerungs- und Haushaltszahlen. Wohnungen, die zu den Wünschen potenzieller Mieter passen, werden deshalb knapp. Zur Zeit stehen etwa 6000 Wohnungen leer, sie sind aber in einem Zustand, in dem sie sich nicht vermieten lassen. Aengevelts Rechnung: Steigt die Zahl der Haushalte in Dresden wie prognostiziert um etwa 0,8 Prozent im Jahr, wären diese 6000 Wohnungen in drei Jahren vermietet. Dann gibt es keinen Wohnungsüberschuss mehr. "Erfreulich", findet er deshalb, dass 2011 Baugenehmigungen für 1200 Wohnungen erteilt wurden, ausreichend sei das aber nicht. Nettokaltmieten von 8,50 Euro bis 10 Euro pro Quadratmeter sind nach seiner Ansicht dennoch nur in Toplagen möglich und auch dort nur in Neubauten, also etwa am Neumarkt. Zwischen 4,60 Euro und 7 Euro kostet dagegen die Miete in "einfachen bis guten Lagen".

Hat Dresden inzwischen genug Geschäfte?

Nein, das Potential der Stadt ist nach wie vor nicht ausgeschöpft, meint Aengevelt. "Dresden importiert Kaufkraft", sagen die Immobilienexperten. Das bedeutet, in der Stadt wird von Gästen aus dem Umland, ganz Deutschland und dem Ausland mehr Geld bei Einkaufen ausgegeben, als die Dresdner selbst in anderen Regionen lassen. Gibt es neue Bestlagen, wie sie jetzt mit dem Swissotel am Neumarkt entstehen könnten, verändert das womöglich Kundenströme und führt dazu, dass auch der Wert anderer Geschäftslagen steigt. Entwicklungsmöglichkeiten hat Dresden noch auf Neustädter Elbseite - hier gibt es keine einziges 1a-Geschäftsgebiet. Aengevelt ordnet etwa die Königstraße in die Kategorie 1b ein, die Südseite der Hauptstraße gar nur in 1c. "Anhaltender Mietpreisdruck und sinkende Flächennachfrage" bedeutet das, keine wirklich guten Aussichten laut seiner Firma, die in Düsseldorf zu Hause ist. Immerhin - mit 110 Euro pro Quadratmeter in Toplage ist Dresden nach Leipzig derzeit zweitteuerster Standort in den neuen Bundesländern. Zum Vergleich: In Berlin kosten solche Standorte 240 Euro pro Quadratmeter, in München gar bis zu 335 Euro.

Hat Dresden zu viel Bürofläche?

Auf jeden Fall. 285 000 Quadratmeter Bürofläche standen 2011 leer, das sind fast zwölf Prozent der Gesamtbürofläche der Stadt. Die Hälfte davon war ungenutzt, weil sie tatsächlich nicht gebraucht wurde. Der Rest wurde gerade umgebaut, es werden Untermieter gesucht oder die Büroqualität ist so miserabel, dass die Räume unvermietbar sind. Der Leerstand sinkt auch 2012 nur langsam, prognostiziert Aengevelt. Wer jetzt Büros braucht, ist also in einer guten Verhandlungsposition.

Die Mieten in Dresden steigen langsam, aber nur in besonders beliebten Gebieten der Stadt und nur für besonders gefragte Wohnungen. Der Wohnungsbau kommt dem steigenden Bedarf allerdings kaum nach. Büros gibt es dagegen reichlich, nur in zentralen Lagen wird das Angebot knapp. Und die Quadratmeterpreise für Geschäfte in Toplage sind mittlerweile die zweithöchsten in den neuen Bundesländern. Auch sie werden mittelfristig weiter klettern. Das prognostizierte gestern Wulff Aengevelt, Chef des Unternehmens Aengevelt Immobilien. Anlass für Rückblick und Ausblick war der 22. "City Report" der Firma, in dem die Immobilienpreise in Dresden und Umgebung beleuchtet werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.04.2012

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