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Immer mehr Zwillinge auch in Dresden

Immer mehr Zwillinge auch in Dresden

"Kinder sind ein Trost im Alter und ein Mittel, es rascher zu erreichen", hat der deutsche Schriftsteller Rudolf Fernau (1909-1988) einmal mit einem Augenzwinkern gesagt.

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Gestatten: Anna & Ben Nitzer, geboren am 2. Juli im Krankenhaus Neustadt. Anna war 45 Zentimeter lang und 2780 Gramm schwer, Ben wog 2870 Gramm bei 47 Zentimetern Länge. Im vergangenen Jahr kamen 96 Mal Zwillinge zur Welt und einmal Drillinge.

5928 Dresdner Frauen ließen sich von der Aussicht, schneller graue Haare zu bekommen, nicht beeindrucken und brachten nach Informationen des Statistischen Landesamtes (StaLa) im vergangenen Jahr ein Baby zur Welt - 90 mehr als 2010 und fast so viele wie im Wendejahr 1989. Zum Vergleich: Zehn Jahre zuvor wurden lediglich 4137 Kinder geboren und 20 Jahre früher sogar nur 3348, also die reichliche Hälfte des 2011er Jahrgangs. Der absolute Tiefststand, was Geburten angeht, war 1994, als nur 2511 Babys das Licht der Welt erblickten. 1980 verzeichnet das StaLa als das Jahr mit den meisten Neugeborenen. 7703 Babys waren es damals.

Gleichfalls interessant: 97 Mehrlingsgeburten gab es im vergangenen Jahr - 96 Mal Zwillinge und einmal Drillinge. 25 "Pärchen" waren darunter, und 71 Mal handelte es sich um das gleiche Geschlecht (37 Mal Jungen, 34 Mal Mädchen). Verglichen mit den Jahren vor der Wende werden heutzutage deutlich mehr Zwillinge geboren.

"Immer mehr ungewollt kinderlose Paare kommen in die Kinderwunschsprechstunde, um sich beraten zu lassen", erklärt Dr. med. Udo Nitschke, Chefarzt der Frauenklinik am Krankenhaus Dresden-Neustadt. Künstliche Befruchtungen und Stimulationen mit Hormonen hätten öfter Mehrlingsgeburten zur Folge. Darin seien sich die Experten einig. Zwillinge oder gar Drillinge zu bekommen, bedeute jedoch immer ein erhöhtes Risiko für Mutter und Kinder. "Der Körper einer Frau ist nun einmal nicht ausgelegt für mehr als ein Baby", so Nitschke. Gesetzlich vorgeschrieben sei, dass Ärzte nicht mehr als zwei Eizellen einpflanzen dürfen. Kein Wunder ist daher, dass seit Jahren keine Vierlinge mehr in Dresden geborenen worden sind. Seit 1980 führt das StaLa diese Statistik. Auch sachsenweit erblickten in den vergangenen 30 Jahren insgesamt nur dreimal Vierlinge das Licht der Welt.

Die jungen Mütter waren im vergangenen Jahr bei einer Einzelgeburt im Schnitt 30,3 Jahre alt, bei Mehrlingsgeburten sogar 31,5 Jahre, geht aus der Statistik hervor. Zu DDR-Zeiten brachten Frauen ihre Kinder weitaus früher zur Welt: mit durchschnittlich 25 Jahren.

Ein Blick über den Tellerrand ergibt folgendes Bild: Sachsenweit haben im vergangenen Jahr 540 Frauen Mehrlinge zur Welt gebracht. Das ist mit 15,9 pro 1000 Geburten die höchste Quote in den letzten 30 Jahren. Die meisten Mehrlingsgeburten verzeichnet der Landkreis Leipzig, gefolgt vom Erzgebirgskreis und dem Landkreis Nordsachsen, die wenigsten die Stadt Chemnitz.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.08.2012

Katrin Richter

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