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Immer mehr Schüler in Dresden sind crystalsüchtig

Immer mehr Schüler in Dresden sind crystalsüchtig

Immer mehr Schüler in der Landeshauptstadt konsumieren Crystal. Wie die Dresdner Jugend- und Drogenberatungsstelle bestätigt, ist ein deutlicher Anstieg bei den Abhängigen unter 18 Jahren zu verzeichnen.

Statt 30 minderjährigen Crystalsüchtigen im Schuljahr 2011/12 betreute die Stelle inzwischen 60 - eine Verdopplung innerhalb eines Jahres.

Mit Hilfe der synthetischen Droge versuchten die Jungen und Mädchen wachsende Leistungsansprüche der Gesellschaft zu erfüllen, erklärt Simone Külbel, Leiterin der Drogenberatungsstelle. Das appetitzügelnde und aufputschende Rauschgift mache es den Jugendlichen zunächst leichter, schlank, fit und bei Schulprüfungen aufmerksam zu sein.

Dabei landen die wenigsten crystalabhängigen Jugendlichen bei der städtischen Beratungsstelle. Erst wenn der Konsum sehr auffällig wird, gelangen Schüler ins Suchthilfesystem. Im Rahmen eines bundesweiten Modellprojekts hat die Dresdner Drogenberatungsstelle in diesem Jahr zwölf crystalsüchtige Schüler im Alter zwischen 14 und 17 Jahren intensiv betreut. Neben persönlichen Gesprächen nahmen die Sozialpädagogen auch Kontakt mit den Familien und Schulen der Abhängigen auf. Mit Erfolg, wie Simone Külbel betont. Alle Jugendlichen konnten sich von ihrer Sucht befreien.

Nach Angaben der Polizei waren im vergangenen Jahr in Dresden 45 Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren sowie vier Kinder unter 14 Jahren an Rauschgiftdelikten beteiligt. Bei den konsumierten Drogen handelte es sich laut Polizeisprecher Thomas Geithner überwiegend um Cannabis-Produkte. Doch Crystal sei auf dem Vormarsch.

Die sächsische Polizei hat derweil gestern eine Großoffensive im Grenzland zwischen Zittau und Sohland gestartet, um den Crystalschmuggel aus Tschechien nach Sachsen zu bekämpfen. Dabei wurden einige Schmuggler, die wenige Gramm der Droge bei sich hatten, aus dem Verkehr gezogen.

Bei dauerhaftem Konsum von Crystal droht körperlicher und psychischer Verfall - von Herz-Kreislaufstörungen, Muskelkrämpfen, Zahnausfall und Depressionen bis hin zu schweren Psychosen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.12.2013

M.A.

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