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Immer mehr Milchmuffel in Dresdens Schulen

Immer mehr Milchmuffel in Dresdens Schulen

Am kommenden Mittwoch ist Weltschulmilchtag. Noch nie davon gehört? Immerhin gibt es den Tag bereits seit 13 Jahren. Ins Leben gerufen wurde er von der Organisation für Ernährung und Landwirtschaft der Vereinten Nationen.

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Alice, Marc, Odin, Louise und Philine (v. l.) aus der 30. Grundschule trinken gern Milch. Andere Kinder stehen mehr auf Wasser aus dem Trinkbrunnen.

Quelle: Dietrich Flechtner

Doch wieviele Kinder trinken überhaupt noch Milch in der Schule? Ältere Leser werden sich gewiss erinnern, dass zu DDR-Zeiten selbst der größte Milchmuffel keine Chance hatte, sich an den pyramidenförmigen Dreieckstüten vorbei zu mogeln.

95 Dresdner Kitas und 53 allgemeinbildende Schulen haben nach Informationen von Anne Matthies-Umhau, Sprecherin im Umweltministerium, im vergangenen Schuljahr einen Antrag auf den Bezug von Schulmilch gestellt. Sachsenweit sind es 1070 Kitas, 776 allgemeinbildende Schulen und 82 Prozent der sonstigen Einrichtungen (darunter Kinder- und Schullandheime sowie berufsbildende Schulen). 75 Prozent aller Grundschulen sorgen für ein Milchangebot an den Schulen. Problem: "Selbst an diesen Schulen trinkt durchschnittlich nur jeder fünfte Schüler tatsächlich Milch", teilt die Sprecherin auf DNN-Anfrage mit.

Das kann Mathias Gläsel, Leiter der 30. Grundschule im Hechtviertel, nur bestätigen: "Was Milch betrifft, sind die Kinder sehr mäklig, bei uns trinken nur zwischen fünf und zehn Schüler pro Klasse mit." In der 1. Klasse seien es erfahrungsgemäß etwas mehr, die den Viertelliter im Tetrapack über die Schule beziehen. Kostenpunkt: 40 Cent pro Tag und Schüler im Schnitt. Die "30." bekommt ihre Milch vom Triebischtaler Frischemarkt. Und was trinken die anderen? "Eine ganze Reihe Kinder haben ihre eigenen Getränke mit, ein Großteil nutzt aber auch unseren Trinkbrunnen und der Hort stellt kostenlos Tee zur Verfügung", berichtet Gläsel.

Dass immer weniger Kinder Schulmilch trinken, sei ein bundesweiter Trend, erklärt Matthies-Umhau. "Gleichwohl liegt Sachsen im deutschlandweiten Vergleich mit 2500 Tonnen Absatz im vergangenen Schuljahr immerhin an dritter Stelle nach Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen", betont die Sprecherin. Die Ursachen für die Milchmüdigkeit sind vielfältig: Matthies-Umhau nennt Schwierigkeiten bei der Organisation der Schulmilchabgabe wie Mangel an Personal und kurze Pausenzeiten, fehlendes Ernährungsbewusstsein bei den Eltern und sinkende EU-Beihilfesätze.

Die EU fördert den Viertelliter Milch im Moment mit 4,5 Cent pro Schüler. Für ganz Sachsen macht das 450 000 bis 500 000 Euro pro Jahr, so die Sprecherin. 25 Schulmilchlieferanten seien derzeit vom Umweltministerium zugelassen. Fünf davon haben ihren Firmensitz außerhalb Sachsens.

Und ist nun Milch eigentlich gesund? Auf jeden Fall, sagt Matthies-Umhau. "Milch und Milchprodukte sind gerade für Kinder in der Wachstumsphase unentbehrlich." Milch enthalte neben hochwertigem Eiweiß Mineralstoffe, Vitamine und leicht verdauliche Fette. Eine ausreichende Versorgung mit Calcium sei für die Festigkeit der Knochen und Zähne wichtig.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.09.2013

Katrin Richter

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