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Immer mehr Dresdner Eltern geben ihre Kinder in die Krippe

Immer mehr Dresdner Eltern geben ihre Kinder in die Krippe

Krippen-Betreuung findet bei Dresdner Eltern steigende Resonanz: Ging nach der Wende nur noch etwa jedes vierte Kleinkind in eine Krippe, wünschen sich nun 59 Prozent aller Familien entsprechende Betreuungsplätze, wie eine Elternumfrage des Kita-Eigenbetriebs ergeben hat.

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Sozialbürgermeister Martin Seidel wurde gestern für zehn Minuten zum Baubürgermeister, um eine Container-Kita in Cotta vorzubereiten.

Quelle: Dietrich Flechtner

Die Stadt will jetzt mehr Krippen in Schnellbauweise errichten. Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos) hat gestern dafür in Cotta für eine erste Container-Kita vorgebaggert.

13:03 Uhr, ein wüstes Bauhofgrundstück, wo sich Weidentalstraße und Chamissostraße treffen: Bürgermeister Seidel setzt sich einen gelben Helm auf, schwingt sich in den Bagger und konzentriert sich voll: "Sooo".

13:05 Uhr: Seidel hat eine Baggerschaufel voll - mutmaßlich von Bauprofis extra für ihn dort platziertem - Schutt hochbekommen.

13:06 Uhr: Der Schutt landet wieder da wo er war.

13:08 Uhr: Seidel findet Gefallen an den Hebeln und brummelt irgendwas von "Baubürgermeister."

13:09 Uhr: Der Baubürgermeister ist zu weit gegangen: Die Schaufel stemmt sich in den Beton, der Bagger hebt sich verdächtig aus der Horizontalen.

13:11 Uhr: Seidel verwirft den Ressort-Wechsel. "Belassen wir's dabei", ordnet er an und räumt die Kabine...

Wenig später ist Seidel den gelben Helm wieder los und wieder ganz Sozialbürgermeister, versichert wortreich, dass Dresden den Rechtsanspruch auf Krippenplätze erfüllen wird. Der tritt in genau einem Jahr in Kraft und bis dahin will die Stadt etwa 1800 neue Kita-Plätze geschaffen haben - der größte Teil davon in Container-Kitas, wie die, die nun an der Chamissostraße entsteht. Die soll im Januar 2013 fertig sein, zweigeschossig werden und dann Platz für 30 Krippen- und 90 Kindergarten-Kinder bieten.

Und Eile ist wirklich geboten: Derzeit fehlen in Dresden rund 1000 Kita-Plätze und wenn die Stadt nichts tun würde, könnte diese Lücke im kommenden Jahr auf über 2000 fehlende Plätze ansteigen. Die Nachfrage steigt nicht nur durch Baby-Boom und Familien-Zuzug nach Dresden, das Modell "Krippe" ist zudem immer gefragter. Auch das neue Bundesbetreuungsgeld (von bösen Zungen als "Herdprämie" verspottet) werde kaum für Entspannung sorgen, glaubt Seidel: "In Bayern mag das anders sein, aber hier in Dresden werden wohl nur ganz wenige Eltern nur deshalb zu Hause bleiben und auf Krippenplätze verzichten. Wir rechnen mit vielleicht 60 Kindern, die das betrifft."

Deshalb will die Stadt nun 15 statt zunächst geplanter 14 Container-Kitas aus dem Boden stampfen. Die 30 Millionen Euro, die das an Investitionen und Betriebskosten in kalkulierten zehn Jahren Betriebsdauer verschlingen wird, gelten als gesichert. Drei weitere Krippenhäuser will der Kita-Eigenbetrieb in vereinfachter "Systembauweise" errichten lassen - die sind aber noch nicht finanziert, wie Seidel einräumte. Heiko Weckbrodt

Standorte der Container-Kitas:

Januar 2013: Weidentalstr., Vetschauer Str. 39, Prohliser Allee 19, Heinrich-Mann-Str. 34, Leutewitzer Str. 19a, Leutewitzer Ring 137, Geisingstr., Fabricestr.; Februar 2013: Jessener Str. 40, Rudolf-Bergander-Ring 34; 2. Quartal 2013: Wintergartenstr., Braunsdorfer Str., Merseburger Str. 9; 3. Quartal 2013: Heinrich- Mann-Str. 32; 4. Quartal 2013: Konkordienstr. 3.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.08.2012

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