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Im Dresdner Hechtviertel gibt es erstmals vegane Hausmannskost auf die Hand

Im Dresdner Hechtviertel gibt es erstmals vegane Hausmannskost auf die Hand

"Stell dir vor, es ist Montag, du bist Veganer und du hast Lust auf ein Soja-Steak. Da geht man ins Internet und bestellt sich eins. Das kommt am Donnerstag an, übers Wochenende muss man es marinieren und am Montag - eine Woche später - kann man dann erst sein Soja-Steak essen", erklärt Andreas Henning.

Der 24-Jährige eröffnete zusammen mit einem Freund Mitte Oktober im Hechtviertel auf der Rudolf-Leonhard-Straße den ersten veganen Imbiss Dresdens.

Als Veganer ist es nicht leicht, einfach mal auf die Straße zu gehen und sich einen Snack für zwischendurch zu gönnen. Immer mehr Menschen ernähren sich von rein pflanzlichen Produkten, vor allem in der Neustadt sowie im Hechtviertel steigt die Nachfrage nach veganer Kost. Vor allem aber auch das Bedürfnis, nicht jede Zutat im Essen auf tierische Produkte prüfen zu müssen.

Der Mitbegründer und Inhaber Andreas ernährt sich selbst vegan und kennt die Schwierigkeiten, die die rein pflanzliche Ernährungsweise mit sich bringt. "Ich war lange Vegetarier und habe mich letztendlich dazu entschlossen, mich ausschließlich vegan zu ernähren. Das ging bei mir aber nicht von einem Tag zum anderen, darauf habe ich mich etwa ein dreiviertel Jahr vorbereitet. Ich habe gelernt, Dinge, die ich gerne esse, für mich vegan zuzubereiten", erinnert sich der gebürtige Thüringer. "Ich wollt nichts an Lebensqualität sparen."

Der Dicke Schmidt punktet vor allem mit Hausgemachtem aus regionalen Produkten, die sie vom Gemüsehändler um die Ecke beziehen. "Unsere Bedingung war schon immer: Wenn wir etwas machen, dann regional und nachhaltig", so Andreas. Das Alleinstellungsmerkmal vom Dicken Schmidt ist die Frischtheke mit ständig wechselndem Angebot. "Das ist, soweit ich weiß, deutschlandweit die einzige vegane 'Wursttheke'", meint Andreas. Eiersalat aus Kichererbsen, Leberwurst aus Kidneybohnen, vegane Sülze, marinierte Sojasteaks oder eben einen fleischfreien Döner: Im Dicken Schmidt kommen Veganer für einen schmalen Preis voll auf ihre Kosten. "Wenn wir diesen Imbiss nicht eröffnet hätten, hätte es jemand anderes in sechs Monaten getan", so Andreas.

Die Idee zum Dicken Schmidt ist vor etwa einem Jahr geboren. Andreas und sein Freund Hoppe, der selbst Koch ist, hatten die Idee einen rein veganen Imbiss zu eröffnen. "Hoppe hat Ahnung vom Kochen. Er kam schließlich auf die Idee einen veganen Döner zu kreieren, das gab es in Dresden bis dato noch nicht", so Andreas. Freunde haben dem 24-Jährigen und seinem Geschäftspartner beim Aufbau des Ladens tatkräftig unter die Arme gegriffen.

Vegane Restaurants sprießen auch in Dresden aus dem Boden, so das Flax oder der Falsche Hase. Für Henning seien diese Restaurants allerdings keine Konkurrenz. "Wir haben ein komplett anderes Konzept. Bei uns gibts das Essen direkt auf die Hand", so der Geschäftsinhaber. Insgesamt zwölf "Schmidtarbeiter", wie sie liebevoll genannt werden, und eine Geschäftsführerin beschäftigen Andreas und Hoppe in ihrem Imbiss.

Wenn Andreas nicht gerade im Dicken Schmidt ist, steht er hinter der Bar im Hebedas. Zum Namen "Dicker Schmidt" inspirierte ihn seine beste Freundin, die mit Nachnamen ebenfalls Schmidt heißt. "So richtig erklären kann ich den Namen nicht, ich wollte einfach nur das 'Schmidt' im Namen. Das klang einfach gut".

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.11.2014

Juliane Weigt

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