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„Ich bin entsetzt": Smudo über Naziaufmärsche und die Unfähigkeit der Dresdner Stadtspitze

„Ich bin entsetzt": Smudo über Naziaufmärsche und die Unfähigkeit der Dresdner Stadtspitze

Smudo, Mitglied der Stuttgarter HipHop-Formation „Die Fantastischen Vier" engagiert, sich seit über zehn Jahren für die Hamburger Organisation „Laut gegen Nazis".

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Quelle: dpa

Doch den Kampf gegen den braunen Sumpf beschränkt er nicht nur auf seinen Wohnort Hamburg. Am Mittwoch hat er sich per Video zu Wort gemeldet und zum Protest in Dresden am 13. und 19. Februar aufgerufen.  

"Hallo Freunde, es ist wieder soweit", verkündet Smudo in dem Video, das an seinem heimischen Schreibtisch entstand. „Die Nazis werden wieder kommen und Tatsachen verdrehen und aus Opfern Täter machen. Dagegen muss demonstriert werden. Dresden muss nazifrei bleiben."

 

 

Dresden sei der einzige Ort in Europa, an dem 10.000 Nazis aufmarschieren dürfen. „Ich bin entsetzt, dass in einer so wunderhübschen Stadt so etwas passieren kann," sagte der Musiker am Donnerstagnachmittag gegenüber DNN-Online.

Bereits im letzten Jahr hatte er deutlich Stellung bezogen. „Da war die Situation noch schlimmer. Es kann nicht sein, dass in Dresden die größte Nazimesse Europas stattfindet und sich die Stadtverwaltung dazu nicht äußert. Es ist eklatant, wenn eine Oberbürgermeisterin nichts dazu sagt," erklärt er sein Engagement.

In diesem Jahr liegen die Dinge ein bisschen anders und dennoch sei er bestürzt, was in der Sächsischen Landeshauptstadt passiert. „Die Stadt organisiert Menschenkette und Mahnwache. Aber alle, die darüber hinaus gegen Nazis demonstrieren wollen, werden auf die andere Elbseite verbannt. Das ist ein Unding. Man muss doch klar Farbe bekennen."

Über die drei Eilanträge, die ein Landtagsabgeordneter der Linken, die Dresdner Grünen sowie ein Unterzeichner des Aufrufs des Bündnisses "Dresden-nazifrei" gestellt hatten, entschied am Donnerstagabend das Dresdner Verwaltungsgericht. "Zum Schutz von hochrangigen Rechtsgütern wie Leben, Gesundheit und Eigentum, aber auch des Grundrechts der Versammlungsfreiheit der Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO) sei eine konsequente Trennung der gegnerischen politischen Lager unabdingbar. Dabei diene die Elbe als Trennungslinie."

Über die aktuellen Entwicklungen informiert er sich im Netz. Und ist damit auch über den Ausgang des Diskussionsabends im Dresdner Staatsschauspiel informiert. „Es kann nicht sein, dass der [link:700-NR_DNN_20692-2] einfach die Antwort verweigert. So kann man doch nicht debattieren", resümiert er fassungslos.

Da er sowohl am 13. als auch am 19. Februar Veranstaltungen hat, kann Smudo bei den Protesten gegen den Nazi-Aufmarsch nicht persönlich dabei sein. Er wird die Ereignisse vor Ort aber aus der Ferne verfolgen, kündigte er an.

Auch Prinzen-Sänger Sebastian Krumbiegel und Moderator Tobi Schlegl haben Videobotschaften ins Netz gestellt, mit denen sie zum Gegenprotest aufrufen.

Anne-Kathrin Sturm

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