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ICC an der TU Dresden hilft Blinden mit moderner Technik

Wissenschaft ICC an der TU Dresden hilft Blinden mit moderner Technik

In Dresden lernen derzeit 70 sehgeschädigte Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren, mit neuester Technologie ihr Handicap zu überwinden.

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Sehgeschädigte Jugendliche sind aus 16 verschiedenen Ländern angereist.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Derzeit werden in Sachsen jährlich 2 Millionen Euro für die Inklusion körperlich benachteiligter Jugendlicher an Hochschulen zur Verfügung gestellt. Eines der finanzierten Projekte, das ICC (International Camp on Computers and Communication for Blind and Partially Sighted Youngsters), findet zur Zeit in der Fakultät für Informatik in der TU Dresden statt.

Vom 25. Juli bis zum 3. August treffen sich hier 70 sehgeschädigte Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren, um an insgesamt 42 Workshops teilzunehmen. Ziel ist es den Studien- und Berufsanfängern den Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien zu lernen und ihnen durch neue Technologien Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt einzuräumen.

Eine der neuen Erfindung, die vorgestellt wurden, war eine Kamera, die man an einer Brille befestigen kann. Auf Knopfdruck erfasst sie Schriftbilder, die dem blinden Benutzer dann von einer Computerstimme vorgelesen werden.

Die Technikentwicklung der letzten Jahrzehnte mache eine schnellere und erfolgreiche Inklusion möglich. „Hier können wir lernen, was die Technologie leisten kann, leisten muss“, so der Vorsitzende des ICC, Klaus Miesenberger von der Johannes Kepler Universität Linz. „Man muss den Menschen die Möglichkeit geben, sich selbst zu helfen und ihre Interessen zu vertreten“, erklärt er weiter.

Das 22. ICC bietet nicht nur interessante Einblicke in neue Technologien sondern auch in die Strukturen und Arbeitsweisen der Selbsthilfeverbände von Blinden und Sehgeschädigten. Das ICC ist eine internationale Vereinigung, besteht aus einem Vorstand mit Sitz in Linz und wechselnden Partnern vor Ort. Dieses Jahr war der Hauptveranstalter neben über 30 weiteren Sponsoren und Unterstützern der Deutsche Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. (DVBS).

Der Verein ist eine Selbsthilfeorganisation, dessen Motto deshalb seit einigen Jahren lautet „Selbsthilfe lohnt sich“. Deutschlandweit kann er etwa 1400 Mitglieder zählen. Im März feierte er sein 100-jähriges Bestehen. Der Vorsitzende Uwe Boysen umreißt die Kernaufgabe des Vereins mit den Worten“Bildung, Beratung und Beruf“, denn sie sind die drei Grundpfeiler einer erfolgreichen Inklusion.

Von Stephan Zwerenz

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