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Hunderte heißen Flüchtlinge in der Katharinenstraße Willkommen

Feier in der Neustadt Hunderte heißen Flüchtlinge in der Katharinenstraße Willkommen

Hunderte Dresdner haben am Samstagnachmittag die Flüchtlinge in der neuen Asylunterkunft in der Katharinenstraße in Dresden Willkommen geheißen. Mit Musik, mit Kuchen und mit vielen Gesprächen begrüßten die Neustädter ihre neuen Nachbarn.

Der Innenhof der Katharinenstraße war gut gefüllt

Quelle: sl

Dresden. Hunderte Dresdner haben am Samstagnachmittag die Flüchtlinge in der neuen Asylunterkunft in der Katharinenstraße in Dresden Willkommen geheißen. Mit Musik, mit Kuchen und mit vielen Gesprächen begrüßten die Neustädter ihre neuen Nachbarn. "So stelle ich mir Willkommenskultur in der Stadt vor", freute sich auch Sozialbürgermeisterin Kris Kaufmann (Die Linke). Es handele sich um ein "einmaliges Projekt für Dresden".

In der ehemaligen Feuerwache der Neustadt, die in den vergangenen Wochen zur Unterkunft umgebaut wurde, leben seit Montag 44 Flüchtlinge im Vorderhaus. Im Hinterhaus sind momentan noch die Handwerker vor Ort. Kommende Woche sollen auch hier Menschen einziehen, so dass auf der Katharinenstraße dann 70 Menschen leben werden.

Einblicke ins Willkommensfest Katharinenstraße.

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Laut Pfarrer Christoph Stolte von der Diakonie, die das Objekt betreut, leben Männer aus vielen verschiedenen Ländern in dem Haus. "Wir wollen, dass sich alle, die hier leben, zu Hause fühlen können", sagte Stolte. Die Bewohner selbst zeigten sich gerührt über das Interesse der Dresdner. "Ich finde keine Worte", bedankte sich Sayedi aus Afghanistan in Englisch. Deutschland rette das Leben der Menschen, sagte er.

Luxus erwartet die Bewohner dabei nicht. Im größten Zimmer schlafen zwölf Männer, die Regel sind zwei oder drei Doppelstockbetten mit zum Teil Schaumstoffmatratzen, die keine zehn Zentimeter dick sind. Ansonsten stehen nur Schränke in den Zimmern. Tische und Stühle gebe es nur in den Aufenthaltsräumen. Laut den Mitarbeitern der Diakonie sei das so geplant, damit derjenige, der Ruhe sucht, diese auch findet. Die Zahl der Toiletten und Duschen ist begrenzt. Ein zusätzlicher Duschcontainer soll hier aber für Entspannung sorgen.

Trotzdem dürfte die Katharinenstraße schnell eine begehrte Unterkunft werden. Grund dafür sind die Anwohner der Neustadt. Die ehemalige Feuerwache sollte eigentlich zu einem Gebäude der Kreativwirtschaft werden. Als der Traum im August platzte, protestierten die Betroffenen nicht, sie schlossen sich zu "K9" zusammen. Einem Netzwerk, das vor Ort Integrationsarbeit leisten will.

"K9 ist ein Angebot, das deutlich über den Minimalstandort hinaus geht", sagt Grünen-Stadtrat Torsten Schulze, einer der Mitinitiatoren. Man wolle eine Verknüpfung zwischen den Bewohnern und den Menschen aus der Neustadt schaffen, wolle Integration vereinfachen, so Schulze. Geplant sind verschiedene Projekte, die in der ehemaligen Garage konzentriert werden sollen. Patenschaften, gemeinsames Filmegucken, Weihnachtsgeschenke für Kinder, vieles sei in Arbeit. Im Idealfall wolle man das Angebot auch auf Bewohner anderer Unterkünfte im Ortsamt ausdehnen, hier gebe es aber noch einige offene Fragen hinsichtlich Logistik und Sicherheit.

sl

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