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Hotelbau und Lustgarten am Zwinger Investor will 2013 mit Bau von Hotel und Wohnhaus beginnen / Neubau der Orangerie An der Herzogin Garten noch offen

Hotelbau und Lustgarten am Zwinger Investor will 2013 mit Bau von Hotel und Wohnhaus beginnen / Neubau der Orangerie An der Herzogin Garten noch offen

Es tut sich was An der Herzogin Garten. Seit 2008 will die Intertec Stadtentwicklungsgesellschaft die 1,4 Hektar große Brachfläche in unmittelbarer Nachbarschaft zum Zwinger entwickeln.

Von Uwe Hofmann

Jetzt sind die Pläne so weit ausgereift, dass man nach der Sommerpause eine Baugenehmigung beantragen wolle, wie Projektentwickler Roland Wehner mitteilt. Demnach ist Am Schießhaus der Bau eines sechsgeschossigen Hotels und eines ebenso hohen Wohnhauses geplant. Ebenso soll die 1954 abgerissene Orangerie in moderner Fassung wiederentstehen und auf etwa der Hälfte der Fläche ein Park angelegt werden. Mitte 2014 könnte alles fertig sein, es gibt allerdings noch offene Fragen.

So habe sich der Betreiber des Hotels kurzfristig entschlossen, sowohl preiswerte Zimmer als auch Räumlichkeiten im Hochpreissegment anzubieten. "Das hat unsere Planungen natürlich etwas verzögert", sagt Wehner. Bisher war nur von einer Luxus-Herberge die Rede. Offenbar ist nun an zwei Hotels in einem Gebäude gedacht, damit Touristen preiswertes und hochklassiges Angebot unterscheiden können. Insgesamt sind 280 Räume geplant.

Noch nicht in trockenen Tüchern ist der Aufbau der Orangerie. Deren Umrisse orientieren sich am 1841 erbauten Original, es werde aber ein modernes Gebäude geplant, sagt Wehner. Dort sollen zwölf Wohnungen eingerichtet werden. Unklar ist jedoch, wie sich der als einziges vom Originalbau verbliebene Portikus ins Konzept integrieren lässt. Intertec schwebt "eine öffentliche Nutzung mit Lokalbezug" vor, wie Wehner mitteilt. Es sei etwa an eine Galerie gedacht, mit der Stadt hat man sich jedoch noch nicht auf eine Lösung einigen können. Deswegen wird die Baugenehmigung zunächst auch nur für das Hotel und das benachbarte Wohnhaus mit etwa 24 Wohnungen beantragt. Gleichwohl verspricht Intertec, zeitnah auch mit der Orangerie zu beginnen. "Das ist auch im Sinne der Hotelbetreiber", meint Wehner. Eine Baustelle in der Nachbarschaft sei schließlich wenig attraktiv.

40 Millionen Euro kostet das Projekt. Dazu gehört auch die Anlage eines Parks, der an Der Herzogin Garten erinnern soll. Er wird jedoch ebenfalls nach modernen Gesichtspunkten gestaltet. Dabei wird zwar eine bestehende Baumreihe erhalten, ansonsten aber eher niedriges Gehölz gepflanzt, um den Hotelgästen den Blick auf den Zwinger nicht zu versperren. Der Park wird vom Hotel gepflegt und soll zwischen 8 und 21 Uhr öffentlich zugänglich sein.

1591 ließ Kurfürst Christian I. den Garten für seine Gemahlin Sophia anlegen. Nach ihrem Tod ging der Lustgarten an die Gemahlin von Johann Georg I., Magdalena Sybille, die ihn erheblich vergrößerte.

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts wandelte sich der Park zum Nutzgarten, setzte der Verkauf von Flächen zum Bau von Wohnhäusern und Manufakturen ein. Der Rest wurde als Hofgärtnerei und Orangerie genutzt, wofür 1841 ein Gebäude im Stil der Neorenaissance erbaut wurde.

Die im Zweiten Weltkrieg beschädigte und anschließend verfallene Orangerie wurde 1954 abgerissen, erhalten ist nur noch die Stirnseite.

Quelle: Die Wilsdruffer Vorstadt

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.06.2012

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