Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Holzsubmission des Sachsenforsts versteigert alle angebotenen Baumstämme

Eine Schwarznuss für Gitarren Holzsubmission des Sachsenforsts versteigert alle angebotenen Baumstämme

Auf 1,5 Kilometern liegen die 780 Baumstämme aufgereiht, die der Sachsenforst bei der diesjährigen Holzsubmission versteigert hat. Wertvollster Einzelstamm ist eine 5,90 Meter lange Stieleiche, die für 3800 Euro den Besitzer wechselte.

Der Verkaufsleiter des Sachsenforsts, Hendrik Scholz (links), und Sachbearbeiter Robin Liebscher vermessen den diesjährigen Spitzenstamm. Die Stieleiche aus der Oberlausitz ist 5,90 Meter lang und hat einen Durchmesser von 90 Zentimetern. Sie wechselte für rund 3800 Euro den Besitzer, der Kubikmeterpreis betrug 1017 Euro.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Auf 1,5 Kilometern liegen die 780 Baumstämme aufgereiht, die der Sachsenforst bei der diesjährigen Holzsubmission versteigert hat. Wertvollster Einzelstamm ist eine 5,90 Meter lange Stieleiche, die für 3800 Euro den Besitzer wechselte. Der etwa 200 Jahre alte Stamm kommt aus der Oberlausitz und brachte es auf einen Kubikmeterpreis von 1017 Euro. Höchstbietender war ein Furnierhersteller aus Österreich.

Eichen machten mit 42 Prozent den Großteil des angebotenen Holzes aus. Ihr durchschnittlicher Kubikmeterpreis lag mit 516 Euro so hoch wie noch nie zuvor in Sachsen. Die gestiegenen Preise erklärt Verkaufsleiter Hendrik Scholz mit der zunehmenden Nachfrage. "Eiche wird deutschland- und europaweit gesucht und vom Fußboden bis zum Möbelbau eingesetzt."

Auch im Gesamtdurchschnitt aller Baumarten erreichte die Submission mit 344 Euro pro Kubikmeter in diesem Jahr einen neuen Rekord, der ganze 50 Euro über dem Wert aus 2015 liegt. Auf Platz zwei der wertvollsten Stämme steht in diesem Jahr eine seltene Schwarznuss. Diese Baumart kommt eigentlich aus Nordamerika und ist deshalb in Sachsen selten anzutreffen. Ein einziger Baum stand zur Versteigerung, der aus einem Privatwald bei Leipzig kommt. Höchstbietender war hier ein Dresdner Gitarrenbauer, dem das seltene Holz 816 Euro wert war. Auch ein Orgelbauer war unter den Bietern, er bekam den Zuschlag für insgesamt 34 Kubikmeter Eichen-, Fichten- und Douglasienstämme. Von 32 Bietern haben 28 einen Zuschlag bekommen, darunter Handwerksbetriebe, Furnier- und Parketthersteller. Die größte Menge mit über 400 Kubikmetern Holz erstand das Sägewerk Heiderich auf der Holzsubmission. Mehr als ein Drittel der Gesamtmenge gehen damit an den Betrieb in Deutschneudorf, der Spezialzuschnitte für erzgebirgisches Kunsthandwerk fertigt.

Zuschläge bekamen Bieter aus Deutschland, Österreich und Polen. Den weitesten Weg legen die Stämme zurück, die ein Parketthersteller aus Estland ersteigert hat.

Insgesamt wurden 1148 Kubikmeter Holz angeboten, davon stammten 489 Kubikmeter von sächsischen Privatwaldbesitzern. Für Waldbesitzer, die kleine Wälder haben, ist die Submission des Sachsenforsts oft die einzige Möglichkeit, die besten Stücke aus ihrer nachhaltigen Forstwirtschaft zu akzeptablen Preisen zu verkaufen. "Käufer honorieren die ausgezeichnete Qualität mit soliden Preisen", freut sich Verkaufsleiter Scholz. Aus Wäldern, die der Kirche gehören, stammten 65 Kubikmeter Holz, die Kommunen lieferten 187 Kubikmeter. Größter Einzellieferant ist der sächsische Staatswald mit 407 Kubikmetern.

Miriam Kruse

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
Anzeige
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.