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Holocaust-Gedenken an der Dresdner Kreuzkirche

Traditionelle Namenslesung aus „Buch der Erinnerung“ Holocaust-Gedenken an der Dresdner Kreuzkirche

Mal waren es 15 Tage, mal sieben Monate, mal drei Jahre. Länger durften die Babys und Kinder, deren Namen Isabella und Floris an diesem Mittwochmittag auf den Stufen der Kreuzkirche verlesen, nicht leben. Sie fielen wie viele andere Dresdner Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma dem Rassenwahn der Nazis zum Opfer.

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Quelle: Miriam Harner

Dresden.  Mal waren es 15 Tage, mal sieben Monate, mal drei Jahre. Länger durften die Babys und Kinder, deren Namen Isabella und Floris an diesem Mittwochmittag auf den Stufen der Kreuzkirche verlesen, nicht leben. Sie fielen wie viele andere Dresdner Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma dem Rassenwahn der Nazis zum Opfer.

Anlässlich des deutschlandweiten Holocaust-Gedenktages, der jedes Jahr am 27. Januar begangen wird, fand am Mittwoch um 12 Uhr die traditionelle Namenslesung an der Gedenktafel der Kreuzkirche statt.

„Sonst hört man das immer nur im Geschichtsunterricht, da fehlt ein bisschen der Bezug. So ist das persönlicher, weil es ja Menschen aus Dresden betrifft, denen das passiert ist“, so die 15-jährige Isabella. Sie gehört zu einer 10. Klasse des Vitzthum-Gymnasium Dresden, deren Schüler aus dem „Buch der Erinnerung“ vorlesen.

Lesung aus dem "Buch der Erinnerung"

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Fast 2000 Namen der ermordeten oder verschollenen Dresdner Juden sind in dem „Buch der Erinnerung“ festgehalten. Von den über 7000 durch die Rassegesetze verfolgten Juden in Dresden und den umliegenden Orten sind in diesem Buch diejenigen genannt, von denen man weiß, dass sie in einem Konzentrationslager ums Leben kamen, sich das Leben nahmen oder nach der Deportation als verschollen gelten.

Die Namenslesung begann in Dresden 1999, während der Forschungsarbeiten zum „Buch der Erinnerung“, auch in diesem Jahr lasen wieder Dresdner Schüler, Bürger und Politiker.

Von Miriam Harner

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