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Hohohoho! Weihnachtsvisite in der Dresdner Kinderklinik

Hohohoho! Weihnachtsvisite in der Dresdner Kinderklinik

Es ist still auf dem Gelände des Dresdner Uniklinikums. Die meisten Patienten sind, soweit es deren Zustand erlaubte, nach Hause zu ihren Familien gefahren. Wer will schon Weihnachten im Krankenhaus verbringen.

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Am 24. Dezember schaute der Weihnachtsmann mit Geschenken in der Kinderklinik vorbei.

Quelle: Madeleine Arndt

Doch nicht alle haben das Glück. Für Kinder ist es besonders schwer, wenn sie Weihnachten in fremder Umgebung das Bett hüten müssen. Für sie gab es am Vormittag des 24. Dezembers eine kleine Überraschung - der Weihnachtsmann schaute mit Süßigkeiten und Geschenken in der Kinderklinik vorbei.

In Begleitung von Klinikdirektor Manfred Gahr und Pflegedienstleiterin Cornelia Thies besuchte der Mann in Rot die Stationen der Kinderklinik. Damit der Sack vom Nikolaus nicht gesundheitsschädigend schwer wurde, rollte man während der Weihnachtsvisite das Gros der Geschenke in einem Kinderwagen von Patientenzimmer zu Patientenzimmer. Die Geschenke, die der Weihnachtsmann verteilte, hatte Thies selbst eingepackt. Alles in allem 60 Päckchen und Tüten. Die Gaben hatten Dresdner dem Uniklinikum gespendet.

Zuerst klopfte der Weihnachtsmann bei den Jüngsten an. Bei der elf Monate alten Hannah saß der Papa, Mathias Müller, gerade mit im Gitterbett. Er trug auch stellvertretend für seine kleine Tochter ein Gedicht vor und nahm das Geschenk in Empfang. Altersgerecht gab es Babyfläschchen und Babyspielzeug. Auf dem Tisch gegenüber vom Bett waren noch weitere Geschenke aufgebaut. Hannahs Mutter und ihr Brüderchen wollen am Nachmittag in die Klinik kommen, um hier in kleiner Familie den Heiligabend zu feiern, erklärte der Vater. Auch Isabel Fahrenstein will den ganzen Tag bei ihrem sechs Monate alten Alex bleiben, der im Nachbarbettchen liegt. Erst am Abend will die Heidenauerin nach Hause fahren und die restliche Zeit mit ihren Mann und ihren zwei Töchtern verbringen.

Gerade zu Weihnachten möchten die Krankenschwestern und -pfleger es den Patienten und Angehörigen so schön wie möglich machen. Besuchszeiten spielen keine Rolle, Eltern können rund um die Uhr bei ihren Kindern bleiben. „Wir versuchen natürlich die Kinder nach Hause zu lassen und wenn es nur für ein paar Stunden ist", sagte Pflegedienstleiterin Thies. Schwer treffe es vor allem die, die kurzfristig akut erkranken und dann über Weihnachten im Krankenhaus liegen. So seien erst gestern wieder Kinder mit Infektionskrankheiten eingeliefert worden.

Der zweijährige Riccardo hatte mit einer Lungenentzündung zu kämpfen. Seine Mutter Katja Schneuer-Weise übernachtete in den vergangenen Tagen mit in seinem Zimmer. Das Gitterbett des Jungen hatte sie liebevoll mit einer Lichterkette und einem Weihnachtsstern geschmückt. Dass der Weihnachtsmann auch noch mit einem Geschenk vorbeikam, war für die Mutter eine schöne Überraschung. Noch schöner war jedoch am 24. Dezember für sie die Nachricht, dass ihr Sohn soweit stabil ist und am Nachmittag nach Hause darf.

Nicht nur Kinder wurden bei der Weihnachtsvisite mit kleinen Gaben beglückt. Auch für die Belegschaft hatte der Weihnachtsmann etwas dabei. Da ließen es sich die Stationsschwestern nicht nehmen ein „Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum" zu trällern. Und ein Vater spähte gleich verdutzt um die Ecke.

Für den Klinikchef Manfred Gahr war es übrigens die letzte Weihnachtsvisite in seinem Berufsleben. Nach 40-jähriger Tätigkeit und 17 Jahren Klinikleitung geht der 67-Jährige nun zum Jahresende in den wohlverdienten Ruhestand.

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Für den Klinikdirektor Manfred Gahr ist es die letzte Weihnachtsvisite gewesen. Ab dem 1.1.2012 geht er in den Ruhestand.

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Madeleine Arndt

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