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Hoffnungsstreif für den Dresdner Fernsehturm

Neue Studie Hoffnungsstreif für den Dresdner Fernsehturm

Die Stadt Dresden, der Freistaat Sachsen und die Telekom-Tochter „Deutsche Funkturm GmbH“ planen eine Machbarkeitsstudie für den Fernsehturm Dresden. Die soll bis Mitte 2017 klären, ob, wie und zu welchem Preis der Fernsehturm wiedereröffnet werden kann.

Die Stadt Dresden, der Freistaat Sachsen und die Telekom-Tochter „Deutsche Funkturm GmbH“ planen eine Machbarkeitsstudie für den Fernsehturm Dresden.

Quelle: dpa

Dresden. Knapp zwölf Jahre nach seiner Gründung hat der Förderverein für die Wiederbelebung des Dresdner Fernsehturms endlich einen greifbaren Etappenerfolg errungen: Stadt, Land und die Telekom-Tochter „Deutsche Funkturm GmbH“ als Turmeigentümer wollen ein unabhängiges Ingenieurbüro mit einer rund 100.000 Euro teuren Machbarkeitsstudie beauftragen. Die soll bis Mitte 2017 klären, ob, wie und zu welchem Preis der Fernsehturm aufgemöbelt und wiedereröffnet werden kann.

„Die Dresdner wollen ihr Wahrzeichen zurück“, weiß Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Der Fernsehturm sei einfach hoch „emotionalisiert“, hat er immer wieder in Bürgersprechstunden bemerkt. Aber auch ohne Studie ist er sich sicher: „Das wird nicht ohne öffentliche Zuschüsse gehen.“ Was heißt: Selbst wenn die Ingenieure den Sanierungs- und Brandschutzaufwand für einen überschaubaren zweistelligen Millionenbetrag als machbar einstufen sollten, wird wohl diese Summe kein Gastwirt weit und breit hinblättern, nur um oben auf dem Turm zur Freude der Dresdner Kaffee ausschenken zu können. Denn es würde wahrscheinlich eine halbe Ewigkeit dauern, bis ein Gastronom (der auch erst noch zu finden wäre) derartige Startinvestitionen wieder einspielen könnte.

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World Trade Center: 55 Meter

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Untersuchen sollen die Studienautoren drei Varianten: Erstens eine bloße Turmsanierung inklusive modernem Brandschutz. Zweitens eine erweiterte Variante, in der eine Seilbahn vom Elbufer aus bis nach Wachwitz gebaut wird, um zusätzliche Gäste zum Fernsehturm einzuschweben. Und drittens schließlich eine große Variante, bei der zusätzlich ein Wissenschafts- und Vergnügungszentrum am Fuß des Turmes gebaut wird, um für richtig starke Touristenströme zu sorgen. Diese etwa 32 Millionen Euro teure Lösung hatte ein Exposé ins Spiel gebracht, das der Dresdner Technologe Klaus Martin für den Fernsehturm-Verein vor einem Jahr vorgestellt hatte.

Der 252 Meter hohe Fernsehturm in Dresden-Wachwitz war 1963 bis 1969 gebaut worden und beherberge jahrzehntelang ein sehr beliebtes Turmcafé. 1991 schloss das Café, seither ist der Turm nicht mehr öffentlich zugänglich. Seit 2004 kämpft ein Förderverein um die Wiedereröffnung, sammelte dafür Zehntausende Unterschriften und übergab rund 23.000 davon vor einem Jahr an den sächsischen Staatskanzlei-Chef Fritz Jaeckel. Der sprach daraufhin mit OB Hilbert und mit Regionalleiter Steffen Zahn ab, eine Turmsanierung von unabhängigen Gutachtern prüfen zu lassen.

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So könnte das Areal um den 252-Meter-Turm aussehen.

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„Ich freue mich, dass es endlich voran geht“, betonte Fördervereins-Mitgründer Eberhard Mittag, nachdem die drei Partner ihre Pläne am Montag vorgestellt hatten. „Es ist schön, dass sich nach zwölf Jahren Mühe endlich Ergebnisse greifbar werden. Und ich hoffe natürlich sehr, dass die Machbarkeitsstudie zu einem positiven Ergebnis kommt.“

Wobei auch dies nur ein Etappensieg wäre. Denn dann steht immer noch die Frage, wer die Investitionskosten stemmt: Als OB Hilbert jüngst versucht hatte, Millionenbeträge für den Fernsehturm in die Dresdner Haushaltspläne einzuschleusen, hatte ihn die Stadtratsmehrheit abgewatscht.

Von Heiko Weckbrodt

Oberwachwitzer Weg 37, 01326 Dresden 51.040014 13.838959
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