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Hoffnungsschimmer für Hofewiese: Zukunft liegt in den Händen des Stadtrates

Hoffnungsschimmer für Hofewiese: Zukunft liegt in den Händen des Stadtrates

Was lange währt, könnte gut werden: Die Hofewiese bietet seit Jahren einen traurigen Anblick, jetzt ist Änderung in Sicht. Doch es dauert. Vor ziemlich genau einem Jahr sorgte der geplante Rückbau der asphaltierten Zufahrt über den Gänsefuß zu einem Sandweg für Wirbel.

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Trauriges Bild: Seit Jahren tut sich an der früheren Ausflugsgaststätte in der Dresdner Heide nichts mehr.

Quelle: Archiv/D. Flechtner

Christian Hartmann, Ortsvorsteher von Langebrück, warnte vor den negativen Folgen. "Der Gänsefußweg führt zur Gaststätte Hofewiese, die wir schon länger wiederbeleben wollen", erklärt der CDU-Politiker Ende Juli 2014. Bis September soll die Vergabe an einen neuen Investor erfolgt sein, fügte er damals hinzu. Ein Jahr später ist nun schon wieder bald September, aber die Vergabe der Hofewiese ist noch immer nicht erfolgt. Aber es gibt einen Hoffnungsschimmer für die Traditionsgaststätte. Mal wieder.

Seit Anfang des Jahrtausends ist die früher beliebte Gaststätte geschlossen. Ihre Ursprünge lassen sich urkundlich bis 1547 zurückverfolgen. Ab 1828 gehörte zwischenzeitlich der sächsische König zu den Besitzern. Das Haus erhielt 1877 die Schankkonzession, wurde zum beliebten Ziel für Einheimische und Touristen. Ende der 1980er Jahre musste die Gaststätte schließen. 1993 wurde die Hofewiese wieder eröffnet, aber bereits 2000 erneut geschlossen. Danach ging es steil bergab, neue Besitzer und die Stadt stritten viel, Gerichte wurden eingeschaltet, der Zustand des Hauses darüber nicht besser. Zeitweise geisterte auch die Idee vom Alterssitz der Wettiner herum. Viel Zeit ging ins Land, Vandalen sorgten inzwischen für schwere Schäden. Dabei ist die Substanz ohnehin stark gefährdet, im Keller steht Wasser, das ständig abgepumpt werden müsste. Zwischen einigen Beteiligten flogen Schuldzuweisungen hin und her. Seit 2011 ist die Stadt wieder Eigentümerin, sie schrieb die Immobilie Ende 2013 erneut aus und wollte 2014 Ergebnisse präsentieren. Die sind nun im Stadtrat angekommen, der Verwaltungsausschuss behandelte die Vergabe der Hofewiese jetzt erstmalig. Die weitere Verzögerung hängt mit dem Gewinner der Ausschreibung zusammen.

Eigentlich wäre die Erteilung des Zuschlags eine Angelegenheit der Verwaltung. Laut einem Verkehrswertgutachten von 2004 wird der Wert auf 1 Euro beziffert, seither habe der Zustand gelitten, der Bodenrichtwert sei gesunken, schreibt die Stadt an die Stadträte im Ausschuss. Sieben Bieter haben sich an der Ausschreibung beteiligt. Das dabei erzielte Höchstgebot liegt laut der Entscheidungsvorlage der Stadtverwaltung für den Ausschuss bei 60 000 Euro. Es kommt von Holger Zastrow. Da der Bieter Stadtrat ist, muss sich der Ausschuss für Allgemeine Verwaltung mit dem Vorgang befassen.

Zastrow, der Chef einer Werbeagentur und FDP-Landesvorsitzender ist, will sich derzeit nicht zu seinen Plänen äußern. "Ich warte erstmal ab, wie entschieden wird, über ungelegte Eier will ich nicht reden." Klar ist, dass er die Gastronomie wiederbeleben will. Auch von Fremdenverkehr ist die Rede und einem mittleren sechsstelligen Investitionsbetrag. Er habe ein Konzept eingereicht, sagt Zastrow und bittet um Geduld bis zur Entscheidung der Stadt. Käufer würde er selbst sein, nicht die Agentur.

Im Ortschaftsrat Langebrück hat er mit seinen Plänen überzeugt. Einstimmig habe sich das Gremium, in dem auch SPD, Linke und Grüne vertreten sind, für Zastrow ausgesprochen. Das Vorhaben würde der Erholungsortkonzeption für Langebrück entsprechen, erklärt Ortsvorsteher Christian Hartmann (CDU). "Das Objekt verträgt keine längeren Experimente mehr", fügt er hinzu und hofft auf eine Zustimmung der Stadträte.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.08.2015

Ingolf Pleil

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