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Hochzeitsmarathon am Schnapszahltag - Das Standesamt war gestern Anlaufstelle für Brautpaare

Hochzeitsmarathon am Schnapszahltag - Das Standesamt war gestern Anlaufstelle für Brautpaare

Trotz eisiger Kälte war es gestern 18 Paaren zumindest warm ums Herz. Der Hochzeitstag ist ein ganz besonderer Tag, aber wenn er dann noch auf den 12.12.12 fällt, könnte er doppeltes Glück versprechen.

Das Standesamt in der Goetheallee in Dresden-Blasewitz hatte gestern also alle Hände voll zu tun.

Auch Yvonne Speier aus Düsseldorf schritt mit ihrem Partner Frank Wiesner die Treppe ins Standesamt hinauf. Nur 15 Minuten später ist aus Yvonne Speier eine Wiesner geworden. "Den Heiratsantrag hat mir Frank letztes Jahr am Heiligabend gemacht", erzählt sie. Für eine Hochzeit am 11.11.11 war es dann ja schon zu spät und so haben sie noch ein weiteres Jahr geprüft, bevor sie sich trauten. Kennen gelernt haben sich die beiden vor 12 Jahren sozusagen inkognito: Sie verkleidet als Zigeunerin und er als Pfarrer in der S-Bahn beim Kölner Karneval. Bei dieser Vorgeschichte liegt eine Hochzeit an einem Schnapszahltag natürlich nahe.

"Der Dezember ist als Heiratsmonat sehr gefragt und obwohl wir mehr Termine freigegeben haben, mussten wir trotzdem einige Absagen erteilen", erzählt Standesbeamtin Konetzke. Einige Paare hätten erst vor zwei Monaten für den 12.12.12 angefragt und waren damit aber viel zu spät dran. Die Anmeldefrist für eine Hochzeit im Standesamt in Blasewitz liegt bei sechs Monaten im Voraus, Schnapszahl hin oder her.

Drei Paare sind von außerhalb angereist, um an diesem magischen Tag in Dresden heiraten zu können. So auch die frisch Vermählten, Anna und Ulrich Steinacker, die in Offenburg leben. Für beide ist die Zahl 12 eine sehr starke Zahl: "Das Jahr hat 12 Monate, es gibt 12 Apostel und meine Eltern haben auch an einem 12.12. geheiratet", erzählt die gebürtige Dresdnerin. Für ihren großen Tag ist die gesamte Familie angereist. Für den Rest des Tages sollten die Gäste dafür noch einiges geboten bekommen: "Jetzt fahren wir mit der Standseilbahn in den Luisenhof zum Essen, danach gibt es eine Führung in der Frauenkirche und am Abend geht es dann in die Herkuleskeule", freut sich Anna Steinacker.

Kein Hochzeitspaar im klassischen Sinne sind Nicole und Diana Glawion aus Dresden. Seit über drei Jahren sind die beiden jungen Frauen ein Paar und hatten auch den 11.11.11 im Visier. "Wir haben uns in einer Online-Singlebörse kennen gelernt", erzählt Nicole Glawion. Die Hochzeitspläne für die Schnapszahl im vergangenen Jahr waren zu kurzfristig. Das Warten hat sich allerdings gelohnt: Bei strahlend blauem Himmel strahlten die Bräute gestern mit der Sonne um die Wette. Die Reise in die Flitterwochen liegt zeitlich allerdings noch in weiter Ferne. "Wir wollen schon einen kleinen Urlaub machen, aber erst im nächsten Oktober", sagt Diana Glawion. Bleibt nur noch, allen Paaren viel Glück zu wünschen, mindestens bis zur nächsten Schnapszahl.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.12.2012

Beate Erler

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