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Hochwassergefahr in Dresden-Gohlis - Wenigstens bis Ende 2016 dauern die Bauarbeiten an den Deichen und Mauern

Hochwassergefahr in Dresden-Gohlis - Wenigstens bis Ende 2016 dauern die Bauarbeiten an den Deichen und Mauern

Wenn Dresden in den nächsten zweieinhalb Jahren noch einmal mit einem Hochwasser wie im Juni 2013 kämpfen muss, hat die Ortschaft zwischen Cossebaude und der Elbe keine Chance.

Gohlis geht wieder unter.

Dann läuft wieder Wasser in die Gärten und Häuser, werden wieder Gärtnereien und Firmen geflutet. Denn die Hochwasserschutzlinie Stetzsch-Cossebaude wird erst Ende 2016 fertig. Erst dann kann der monumentale, rund fünf Kilometer lange Hochwasserschutz seinen Zweck erfüllen und die Wohn- und Gewerbegebiete zwischen Dresden-Kemnitz und Cossebaude gegen das Elbehochwasser abschirmen. Kommt dann eine Flut wie im Juni 2013, stünde das Wasser 80 Zentimeter unter der Oberkante des Damms.

32 Millionen Euro kostet die gesamte Deichlinie. Besonders teuer ist der Gohliser Abschnitt, er kostet rund elf Millionen Euro. Baustart war im Januar 2013, ein knappes halbes Jahr später stoppte das Elbehochwasser die Arbeiten. Es passierte genau das, was die Wand und die Dämme künftig verhindern sollen, Gohlis ging unter. Auch an der Baustelle ging das Hochwasser nicht spurlos vorüber. Rund einen Monat dauerte es, sie nach dem Ende des Hochwassers wieder herzurichten. Im Juli 2013 seien die Arbeiten fortgeführt worden, berichtete Katrin Schöne, Sprecherin der Landestalsperrenverwaltung, auf DNN-Anfrage.

Inzwischen ist der neue Hochwasserschutz nicht mehr zu übersehen. Knapp vier Meter hoch ragt das Bauwerk zwischen dem Grünen Weg und der Dorfstraße aus den Elbwiesen. Vier Durchgänge sind dort vorgesehen, die bei Hochwasser mit mobilen Elementen verschlossen werden. Außerdem entstehen zwei Pumpwerke und Anlagen wie Brunnen, Rohrleitungen und Kanäle, durch die Wasser abfließen kann. "Der Neubau der Hochwasserschutzwand ist praktisch fertiggestellt", sagte Katrin Schöne. Auf dem alten Elbdeich zwischen der Wand und dem Flussufer stehen unterdessen noch mit Sand gefüllte riesige Säcke, so genannte Bigpacks. Sie dienen dazu, den zu niedrigen und kaputten Deich provisorisch zu sichern.

Kritisch ist die Situation derzeit noch im Cossebauder Bauabschnitt (blaue Linie auf der Karte). Die Arbeiten sollen noch in diesem Monat ausgeschrieben werden, kündigte Katrin Schöne an. Vergabe und Baubeginn stehen ebenfalls noch in diesem Jahr im Soll-Plan der Landestalsperrenverwaltung. Rund zwei Jahre später soll der Damm dann komplett sein. "Das kann sich durch unvorhergesehene Ereignisse allerdings noch nach hinten verschieben", gibt Schöne zu bedenken. Für die Anwohner bedeutet das: Bis sie beim Gedanken ans nächste Hochwasser wirklich ruhig schlafen können, vergehen vielleicht noch mehr als zwei Jahre.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.06.2014

Christoph Springer

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