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Hochsommer bremst Schifffahrt - Waldbrandgefahr und Niedrigwasser in Sachsen

Hochsommer bremst Schifffahrt - Waldbrandgefahr und Niedrigwasser in Sachsen

Die anhaltende Trockenheit und Hitze in Sachsen bremst die Schifffahrt und gefährdet die Wälder. Viele Flüsse führen Niedrigwasser, das unter den Werten der vergangenen zehn Jahre liegt, wie Karin Bernhardt vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) am Mittwoch in Dresden sagte.

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Niedrigwasser am Dresdner Elbufer

Quelle: dpa

In den vergangenen Tagen stieg zudem die Waldbrandgefahr massiv an, im Norden des Freistaates gilt die höchste Warnstufe 5. „Betroffen ist das ganze Gebiet nördlich der Autobahnen A4 und A14“, sagte Daniel Thomann vom Sachsenforst. 

Der niedrige Wasserstand in der Elbe bremst die Binnenschifffahrt. „Wir transportieren seit zwei, drei Wochen weniger Tonnage“, sagte eine Sprecherin der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe. Ein Schiff fahre zum Beispiel mit nur 200 Tonnen Flussspat und damit etwa einem Fünftel der Normalladung. Das drückt bereits die Bilanz: Im ersten Halbjahr lag der Umschlag bei nur 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Der Winter fiel aus und es herrscht meist Trockenheit.“ 

Die Ausflugsschiffe indes fahren noch ohne Einschränkungen, wie eine Sprecherin der Sächsischen Dampfschiffahrt in Dresden sagte. Nur die Anlegestelle Heidenau (Sächsische Schweiz) kann nicht angefahren werden. Mit ausgewählten Schiffen sei bis zu einem Wasserstand von 75 Zentimetern der Betrieb der Routen möglich, auch mit weniger Passagieren. Am Nachmittag lag der Pegelstand in Dresden bei 1,34 Meter, nach nur 80 Zentimetern 24 Stunden zuvor. Normal sind rund zwei Meter.

Über die Moldau-Kaskaden in Tschechien sei Wasser abgelassen worden, zudem habe es Anfang der Woche im dortigen Einzugsgebiet auch geregnet, erklärte Bernhardt den leichten Anstieg. Auch die Mulden profitierten etwas von den starken Niederschlägen der vergangenen Tage. Dagegen haben viele Nebenflüsse der Oberen Elbe und in Ostsachsen sehr wenig Wasser. „Kritisch wird es, wenn kleine Gewässer mit Fischbestand austrocknen.“

 In den Kiefernwäldern im Norden reicht derzeit eine weggeworfene Zigarette oder eine Glasscherbe „und das Bodenstreu brennt wie Zunder“, sagte Thomann. Entspannung naht zwar durch Niederschläge - aber nur kurz. Ab Samstag sehen die Prognosen wieder anders aus. „Es geht immer rauf und runter.“ Und auch Gewitter seien eine Gefahr, wegen der Blitze. Erste Schauer und Gewitter sollten schon in der Nacht zum Donnerstag kommen, wie der Leipziger Meteorologe Thomas Hain vom Deutschen Wetterdienst sagte. Freitag werde es dann überall nass. „Eben typisches Sommerwetter in Deutschland.“

dpa

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