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Hochland akzeptiert keine abgerüstete Hallenbadvariante

Hochland akzeptiert keine abgerüstete Hallenbadvariante

Der Stadt Dresden droht erneut eine Klage aus dem Schönfelder Hochland. Diese will Hans-Jürgen Behr (CDU), Ortsvorsteher von Schönfeld-Weißig, einreichen, sofern die Stadt ihren Verpflichtungen laut Eingliederungsvereinbarung nicht nachkommt.

Der Stadt Dresden droht erneut eine Klage aus dem Schönfelder Hochland. Diese will Hans-Jürgen Behr (CDU), Ortsvorsteher von Schönfeld-Weißig, einreichen, sofern die Stadt ihren Verpflichtungen laut Eingliederungsvereinbarung nicht nachkommt. Streitpunkt ist diesmal der geplante Neubau einer Schwimmhalle in Bühlau, die im Herbst 2014 ihre Tore für Besucher öffnen soll.

Von CLAUDIA ZENKER

Trotz konkreter Forderungen der Ortschaft Schönfeld-Weißig soll der geplante Neubau weder eine Saunalandschaft noch einen Hubboden erhalten, der im therapeutischen und im Seniorenschwimmen benötigt wird. Dabei hatten sich Stadt und Ortschaft in einem Kompromiss bereits darauf verständigt, das Gesamtvolumen der Schwimmhalle von acht 50-Meter-Bahnen auf sechs 25-Meter-Bahnen zu verringern. Doch Sauna und Barrierefreiheit gehören nach wie vor zu den Forderungen, die die Ortschaft an die geplante Halle stellt.

Sven Mania, der Leiter des städtischen Sportstätten- und Bäderbetriebs, kennt die Kritik. Doch er erklärt: "Für den festgesetzten Betrag von rund acht Millionen Euro ist leider nicht mehr als eine sportfunktionale Variante der Halle zu machen." Der Neubau sei allerdings "ein Schritt in die richtige Richtung", denn der Bedarf an überdachter Schwimmfläche ist in Dresden groß. Behr reagiert darauf empört: "Es ist offensichtlich, dass die Stadt Dresden die Schwimmhalle für die Stadt bauen will, nicht aber für die Bürger der Ortschaft Schönfeld-Weißig."

Per Eingliederungsvereinbarung von 1998 war die Schwimmhalle der Ortschaft zugesichert worden. Im gegenseitigen Einvernehmen entschied man sich jedoch aufgrund der günstigeren Verkehrsanbindung, die Halle auf dem Gelände des ehemaligen Straßenbahnhofs in Bühlau entstehen zu lassen. 2009 hatte der Finanzausschuss rund acht Millionen Euro für den Bau der Schwimmhalle festgesetzt und sich damit gegen die kostenintensivere Variante entschieden, das Bad hinter dem Kurhaus Bühlau am Ullersdorfer Platz zu errichten.

Mit dem Bau der Schwimmhalle beauftragte die Stadt im August das Planungsbüro Fritz Planung GmbH mit Sitz in Bad Urach, Baden-Württemberg. Vertreter des Planungsbüros werden heute zu ersten Gesprächen in Dresden erwartet. Konkrete Entwürfe für den Bau werden sie jedoch nicht mitbringen. Die liegen derzeit noch nicht vor, war aus dem Planungsbüro zu erfahren.

Fest steht nur, dass nach dem Abriss des ehemaligen Straßenbahnhofs und dem Abtransport von belastetem Boden nur etwas mehr als sechs Millionen Euro von den ursprünglich festgesetzten acht Millionen Euro übrig bleiben. Dabei war in der Eingliederungsvereinbarung eindeutig festgeschrieben worden, dass die Stadt den veranschlagten Acht-Millionen-Betrag komplett in den Bau der Schwimmhalle investieren muss. Damit das auch geschieht, will Behr seine Forderungen nun notfalls auf dem Rechtsweg durchsetzen. "Wir geben uns mit der aktuellen Situation nicht zufrieden und im Interesse der Bürger von Schönfeld-Weißig werden wir uns durchsetzen", verspricht er.

2005 hatte die Ortschaft schon einmal gegen die Stadt geklagt, weil diese zugesicherte Gesamtinvestitionen in Höhe von 40 Millionen Euro nicht getätigt hatte. Ein Vergleich sah dann vor, dass Dresden in den Jahren 2007 bis 2010 zehn Millionen Euro investieren muss und die ohnehin schon umstrittene Schwimmhalle nicht in Schönfeld-Weißig, sondern in Bühlau gebaut wird.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.10.2011

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