Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Hochbau in der Tiefe am Albertplatz: Denkmalgeschütztes Brunnenhaus soll rasch saniert werden

Hochbau in der Tiefe am Albertplatz: Denkmalgeschütztes Brunnenhaus soll rasch saniert werden

Die Bauarbeiten am DVB-Hochhaus am Albertplatz schreiten voran. Nachdem die Bodenplatte für das an das Gebäude anschließende Einkaufszentrum gegossen ist, stehen jetzt drei Kräne für die nächste Etappe bereit.

Voriger Artikel
"Eine Stadt zum Leben" - Verein sucht Paten für Neu-Dresdner
Nächster Artikel
Gespräche überZukunft des Dresdner Garnisonfriedhofs gehen weiter

Die Bauarbeiten am DVB-Hochhaus kommen voran. Nachdem die Bodenplatte gegossen ist, stehen jetzt drei Kräne für die nächste Etappe bereit.

Quelle: Juergen-Michael Schulter

Der Hochbau beginnt. "Dafür werden in der Baugrube zunächst die Seitenwände des zweiten Untergeschosses hochgezogen", erklärt Sven Schirmer, Sprecher des Investors, der Simmel GmbH. Im Anschluss bräuchte man das Grundwasser nicht mehr abzusenken.

Während des Erdaushubs wurde das Grundwasser an der Baustelle auf bis zu acht Meter abgesenkt. Anwohner machen diesen Umstand dafür verantwortlich, dass aus dem Artesischen Brun- nen gegenüber von Dresdens ältestem Bürohochhaus kaum Quellwasser sprudelt. In letzter Zeit rann nur ein winzi- ger Wasserstrahl von einem Zentimeter Höhe heraus - vorher waren es 80 Zentimeter. Der Stadt ist das Problem bekannt: "Die Schüttungsmengen wer- den weiterhin beobachtet und kontrolliert", teilte Pressesprecher Karl Schuricht mit.

Bisher stieg das Wasser aus eigener Kraft im pyramidenförmigen Brunnenhaus an der Baustelle bis an die Erdoberfläche empor und floss durch eine Leitung unter der Königsbrücker Straße weiter bis zum Zierbrunnen auf der anderen Seite. Mit dem Start der Bauarbeiten aber sank der Wasserdruck. Schirmer sieht hier dennoch keine Verbindung, da das Quellwasser aus über 200 Metern Tiefe kommt. Da aber ein Zusammenhang nicht hundertprozentig auszuschließen sei, plane man jetzt gemeinsam mit der Stadt ein Gutachten zu beauftragen, so Schirmer.

Im Zuge der Sanierung des DVB-Hochhauses soll auch das kleine denkmalgeschützte Brunnenhaus, das in Form eines erzgebirgischen Huthauses errichtet wurde, wieder auf Vordermann gebracht werden. So stehen Reparaturen am Schieferdach und Ausbesserungen und Malerarbeiten an der Fassade an. Auch benötigt das Brunnenhaus dringend eine neue Tür. Wann die Sanierung beginnen soll und wie viel sie kostet, kann die Stadtverwaltung noch nicht sagen. Die Instandsetzungsarbeiten sollen aber möglichst bald geschehen und noch während die Simmel GmbH baut. "Wir stehen im Kontakt mit dem Bauherren", erklärt Schuricht zum Baustart.

Der Artesische Brunnen ist fast 200 Jahre alt. Im Auftrag und auf Kosten von Zimmerermeister Paul Siemen begannen im Jahre 1832 die Bohrversu- che durch Freiberger Bergleute. Am 20. Oktober 1836 stießen die Bohrer auf die unterirdische Quelle und das Wasser schoss aus einer Tiefe von 243 Meter empor. Das Brunnenhaus hatte damals übrigens keine technische Funktion, sondern diente lediglich den Bergleu- ten als Schutz vor Witterungseinflüs- sen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.08.2014

M. A.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.