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Hitzewelle in Sachsen: „Es wird verbreitet über 35 Grad gehen“

Hitzewelle in Sachsen: „Es wird verbreitet über 35 Grad gehen“

Das Hoch „Annelie“ hat Sachsen am Donnerstag kräftig eingeheizt. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wurde es besonders in den Städten sehr heiß.

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Erfrischung bei Hitze. In Sachsen werden Temperaturen über 33 Grad Celsius erwartet.

Quelle: dpa Sebastian Kahnert

In Dresden wurden am Nachmittag 31,3 Grad gemessen, und auch im Raum Leipzig wurde die 30-Grad-Marke geknackt. In den nächsten Tagen soll es noch heißer werden - mit Folgen für Flüsse, Wälder und die Landwirtschaft.

Mit anhaltender Hitze und Trockenheit nimmt die Gefahr von Waldbränden rasant zu. Für den gesamten Norden Sachsens besteht bereits die zweithöchste Warnstufe Rot. Die vom Staatsbetrieb Sachsenforst veröffentlichte Prognose vom Donnerstag besagt, dass in den nördlichen Regionen der Landkreise Nordsachsen und Bautzen am Samstag mit Lila das Limit erreicht wird. „Da reicht ein kleiner Funken, um ein Feuer auszulösen“, sagte Sprecher Sebastian Förster. 

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Die Elbe in Dresden führt Niedrigwasser.

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Die Binnenschifffahrt auf der Elbe läuft schon seit sechs Wochen wegen des extremen Niedrigwassers auf Sparflamme. „Massengut wie Schrott, Flußspat oder Getreide wird kaum gefahren und wenn, dann stark in der Menge reduziert“, sagte eine Sprecherin der Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH. Statt der üblichen 900 bis 1000 Tonnen seien nur noch maximal 250 Tonnen Ladung möglich. Auch leichtere Transporte etwa von Transformatoren seien bei einem Wasserstand unter 70 Zentimetern schwierig. „Wir sind hart an der Grenze.“

Sachsens Bauern rechnen in diesem Jahr wegen der anhaltenden Trockenheit mit erheblichen Ernteeinbußen. Es gebe gerade in Nord- und Ostsachsen „massivste Probleme“, sagte Andreas Jahnel, Referent für Pflanzenbau beim Landesbauernverband Sachsen, am Donnerstag. An Standorten mit leichten Böden rechnet der Verband mit 20 bis 40 Prozent weniger Ertrag, in mittleren Lagen könnten sich die Verluste auf 10 bis 15 Prozent belaufen. Das Korn auf den Feldern sei vielerorts notreif und müsse so schnell wie möglich gedroschen werden. In Nord- und Ostsachsen habe die Getreideernte bereits begonnen. „Ungewöhnlich zeitig“, sagte Jahnel.

Immerhin konnten am Donnerstag auf der Elbe wieder motorisierte Ausflugsschiffe und Dampfer der Sächsischen Dampfschiffahrt fahren. Eine Wasserwelle aus Tschechien hat den Pegelstand in Dresden um etwa 20 Zentimeter erhöht. „Wir fahren, mit kleinen Einschränkungen“, sagte eine Sprecherin des Unternehmens. Der Prognose nach soll auch in den nächsten Tagen gefahren werden. Über den Betrieb werde täglich neu entschieden.

Der Deutsche Wetterdienst sagt für die nächsten Tage weiter Hitze voraus. „Es wird verbreitet über 35 Grad gehen“, sagte DWD-Meteorologe Jörg Oehmichen in Leipzig. Das Zentrum für Medizin-Meteorologische Forschung in Freiburg hat für ganz Deutschland eine Hitzewarnung herausgeben. Sie wird ausgelöst, wenn die gefühlten Temperaturen bei mehr als 34 Grad liegen.

dpa

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