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Hilfe für obdachlose Dresdner im Winter: Kommune und Kirchen bieten Wohnungslosen Obdach

Hilfe für obdachlose Dresdner im Winter: Kommune und Kirchen bieten Wohnungslosen Obdach

Für Wohnungslose stehen in Sachsen auch in diesem Winter mehrere hundert Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung. Allein in Dresden und Leipzig gibt es zusammen rund 400 Plätze in kommunalen und kirchlichen Einrichtungen.

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Besucher des Nachtcafe der St. Petrus Gemeinde in Dresden-Strehlen richten nach der Ausgabe von Schlafmatten und Decken ihre Schlafplätze in den Räumlichkeiten der Gemeinde.

Quelle: dpa

In den vergangenen Jahren hat das Bettenangebot ausgereicht.

Dennoch versichern die Städte, dass bei Bedarf auch weitere Übernachtungsmöglichkeiten organisiert werden können. In Dresden wollen die Nachtcafés der katholischen und evangelischen Kirchen sowie der Heilsarmee beobachten, ob ein seit einiger Zeit erkennbarer Trend weiter anhält: „Es kommen immer mehr Menschen aus Osteuropa, die Unterkunft suchen“, sagte Michael Mäthger von der Diakonie.

Nach Mäthgers Worten bieten die Nachtcafés in Dresden in der Regel 20 bis 25 Plätze zur Übernachtung an. „Es gibt Nachtcafés, die schon an ihre Grenzen gestoßen sind, aber weggeschickt werden musste noch niemand“, unterstrich er. Doch selbst wenn die Nachtcafés einmal ausgebucht sein sollten, muss kein Betroffener in der Landeshauptstadt die Nacht im Freien verbringen. Nach Angaben der Stadtverwaltung werden in sieben Einrichtungen nahezu 300 Plätze zur Übernachtung angeboten. Diese Kapazitäten würden ausreichen und seien in der Vergangenheit noch nicht ausgelastet gewesen.

Auch in Leipzig stehen nach Auskunft der Stadt ausreichend Betten für wohnungslose Menschen zur Verfügung. „Die insgesamt 84 Plätze für alleinstehende Männer und Frauen können bei Bedarf auch erhöht werden“, teilte die Stadt mit. „Neben der Unterkunft erhalten Wohnungslose auch die erforderliche Grundversorgung, wie Nahrungsmittel und warme Kleidung“, hieß es weiter. In den Tagestreffs bestehe zudem die Möglichkeit einer sozialen Beratung. Der Tagestreff „Oase“ der Diakonie in Leipzig verwandelt sich abends zudem zu einer Übernachtungsstätte für bis zu 20 Betroffene.

In Chemnitz können bis zu 18 Bedürftige im „Nachtquartier“ unterkommen.

Jahr für Jahr zählen allein die beiden größten Städte Sachsens etwa 3000 Übernachtungen. Dabei erreichen sie jedoch nicht alle Betroffenen, was in der Regel jedoch nicht an einem Mangel an Informationen liegt. Nach Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) sind viele physisch und psychisch nicht in der Verfassung, sich in Massenunterkünften zu behaupten und sich zum Beispiel gegen Übergriffe und Auseinandersetzungen durchzusetzen. Manche haben auch Angst davor, dass ihnen ihre Habseligkeiten gestohlen werden. Nach Angaben der BAGW gibt es in Deutschland etwa 24.000 Wohnungslose. Seit 1991 seien ihrer Kenntnis nach mindestens 278 wohnungslose Menschen erfroren.

dpa

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