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High-Tech-Standort Dresden bündelt Ressourcen

Superfasern für die Zukunft High-Tech-Standort Dresden bündelt Ressourcen

Carbonfasern, Ultraleichtbau, Medizintechnik und intelligente Werkstoffe – die Landeshauptstadt ist bereits jetzt einer der weltweit führenden Standorte im Bereich Faserforschung und Textiltechnologie. Am Freitag unterzeichneten die fünf führenden Institute eine Kooperationsvereinbarung.

Dresden gehört zu den weltweit führenden Standorten bei der Entwicklung, Herstellung und Verarbeitung von High-Tech-Materialien.

Quelle: IKTS / Juergen Loesel

Dresden.

Zukünftig werden über 500 Wissenschaftler und Ingenieure gemeinsam unter dem Namen „HP-Fibre-Sctructures“ an faserbasierten High-Tech-Materialien arbeiten. Ziel sei es, innovative Werkstoffe, Strukturen und Produkte auf den Markt zu bringen, so Cherif. „Wir sind in der Lage, Formen und Konstruktionen herzustellen, die vor einigen Jahren noch undenkbar waren.“ So arbeitet das ITM derzeit in Kooperation mit dem Uniklinikum an Organen aus Kunststoff, die mit echten Zellen bepflanzt werden und eines Tages im menschlichen Körper eingesetzt werden könnten.

Bei einzelnen Projekten kooperieren die Institute schon länger. In einem öffentlichen Sonderforschungsbereich zu textilverstärkten Verbundstoffe arbeiteten zum Beispiel vier Institute an einer Kunststoffsitzschale für Volkswagen, die einmal die herkömmlichen aus Stahl ablösen soll. „Aus der bisher erfolgreichen Zusammenarbeit reifte die Idee für die Forschungsplattform“, sagte Chokri Cherif. Jetzt gehe es vor allem darum, die internationale Sichtbarkeit des Standortes Dresden nachhaltig weiter zu entwickeln.

Grundlage dafür sei die weltweite Führungsposition jedes einzelnen Instituts in seinem Fachgebiet. Das Leibniz-Institut für Polymerforschung arbeitet an der Entwicklung und Herstellung neuer Faserstoffe aus Polymeren. Das ITM verarbeitet die Fasern in einem weltweit einzigartigem Verfahren zu fertigen Strukturen. Das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik der TU schließlich entwickelt die Strukturen für den Einsatz bei Fahrrädern, Bauteilen oder Werkzeugen weiter. Die beiden Fraunhofer-Institute für Werkstoff- und Strahltechnik und Keramiktechnologie befassen sich mit der Herstellung von Carbon und dem Einsatz von Textilmaterialen in hochkomplexen Bauteilen wie einer Brennstoffzelle.

Man wolle nun schnellstmöglich einen Verein gründen, um auch finanziell abgesichert zu sein, so Cherif. „Wir sind im Moment so erfolgreich, dass sich Forschung und Entwicklung von selbst tragen.“ Großkonzerne wie Rolls-Royce und Daimler gehören zu den Auftraggebern.

Von Sebastian Burkhardt

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