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Heute im Stadtrat: Schweigeminute für Eberhard Rink

Heute im Stadtrat: Schweigeminute für Eberhard Rink

Bevor der Stadtrat heute in der Dresdner Dreikönigskirche auf seiner letzten Sitzung in diesem Jahr zum politischen Tagesgeschäft übergeht, wird es ein Gedenken an einen großen Kümmerer um den Dresdner Sport, das Stadtfest, die Philharmonie und die Tschernobyl-Kinder in Volkersdorf geben.

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Eberhard Rink (parteilos)

Dresdens Interims-Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) kündigte für den Beginn der heutigen Sitzung eine Schweigeminute an.

Der Chef der Sanitärfirma Rink hat sich am Freitag, 2. Dezember, in seinem Heim überraschend das Leben genommen, kurz nachdem er seine Firma auf der Reisewitzer Straße 60 verlassen hatte. Er hinterließ keinen Abschiedsbrief, aber Mitarbeiter und politische Weggefährten in Schockstarre. Die Gründe für sein freiwilliges Ableben werden demnach wahrscheinlich für immer im Dunkeln bleiben.

Der 64-Jährige war Teil der neun-köpfigen FDP-Fraktion im 70-köpfigen Dresdner Stadtrat, hatte einen guten Draht zu Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU). Der frühere Eishockeyspieler gab sich stets fröhlich, mit Witzen auf den Lippen, war ein unternehmungslustiger Mensch. Beobachtern der Stadtratssitzungen fiel jedoch in den vergangenen Monaten auf, dass der gelernte Installateur und Klempner ungewöhnlich zurückhaltend, lustlos und in sich gekehrt wirkte. Wie aus dem engsten Umfeld verlautete, habe es aber keine schlimme ärztliche Diagnose gegeben. Beruflich soll es auch gut gelaufen sein.

Der Diplom-Ingenieur mit Meisterbrief hinterlässt einen renommierten Sanitär-, Heizungs- und Elektro-Handwerksbetrieb. Eigene Kinder waren ihm nicht vergönnt. Die Firma vererbte Rink in seinem Testament an zwei Vertraute, Technikchef Mirko Leubert und Finanzchefin Sylvia Börner.

Rink war zudem bis Juni 2009 Vorstandsvorsitzender von "pro Dresden", einem Verein zur Förderung der mittelständischen Wirtschaft. "Wir verlieren mit ihm einen Macher, der sich immer für die Dresdner Wirtschaft engagierte. Unser Mitgefühl gehört jetzt seiner Familie, aber auch den Mitarbeitern seines Unternehmens", sagte der jetzige Vereinschef Ralf Kretzschmar.

Als Parteiloser arbeitete Rink seit 2004 für die FDP im Stadtrat. Sollte es heute im Rat zu einer Kampfabstimmungen kommen, wollen die Räte von SPD, Linke und Grüne das Fehlen einer FDP-Stimme nicht ausnutzen. So haben es alle Fraktionschefs in der Vorbereitung auf die Sitzung abgemacht. Als Nachrücker steht der Oberarzt Frank Kroschinsky vom Uniklinikum auf der Liste. Aus Pietätsgründen wird über Rinks Ratsnachfolge erst im Januar 2012 entschieden. Ralf Redemund

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.12.2011

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