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Herzenswunsch erfüllt: Dresden weiht Koreanischen Platz ein

Herzenswunsch erfüllt: Dresden weiht Koreanischen Platz ein

Dresden hat jetzt einen koreanischen Platz – als erste Stadt Europas. Am Montagvormittag erhielt die 2014 neugestaltete Anlage an der Ecke Schäfer-/Weißeritzstraße mit einem Festakt ihren Namen.

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Die Trommelgruppe "Han Ul Lim" weihte den Platz mit koreanischen Klängen ein.

Quelle: Tanja Tröger

Ein von der koreanischen Botschaft gestifteter Stein mit bronzener Gedenkplatte erläutert, warum der Ort diese Bezeichnung trägt.

Die Namens-Idee stammt von der Präsidentin der Republik Korea, Park Geun-hye. Als sie vor einem Jahr in Dresden weilte, hatte sie den Wunsch geäußert, dass eine Straße oder ein Platz nach dem asiatischen Land benannt werden möge. Der Platz in der Friedrichstadt soll nun an den Besuch der Präsidentin erinnern und gleichzeitig die intensiven Beziehungen zwischen Dresden und Korea würdigen.

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Die koreanische Trommelgruppe "Han Ul Lim" weihte den Platz musikalisch ein.

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„Dresden ist in Korea sehr bekannt, vor allem nach der vielbeachteten Rede an die Nation, die die Präsidentin vor einem Jahr hier gehalten hat“, sagte Interims-Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Nicht zuletzt deshalb habe die Landeshauptstadt im vergangenen Jahr 46 Prozent mehr Touristen aus Korea verzeichnen können. Zudem gelte die Stadt als Paradebeispiel für eine gelungene Entwicklung nach der Wiedervereinigung Deutschlands, ergänzte der koreanische Botschafter Kim Jae-shin. Während Deutschland in diesem Jahr den 25. Jahrestag der Wiedervereinigung begehen könne, jährt sich die Teilung Koreas zum 70. Mal. Neben ihrer Geschichte ähnelten sich beide Länder auch bei der technologischen Entwicklung, so Hilbert.

Warum gerade dieser Platz?

Zur Benennung als „koreanischer Platz“ hatten der Ortsbeirat Altstadt und die Stadtverwaltung zwei noch namenlose Plätze vorgeschlagen: den am Bahnhof Mitte und den zwischen Adlergasse und Weißeritzstraße. Der koreanische Botschafter Kim Jae-shin favorisierte letzteren. Die Begründung lieferte Bürgermeister Hilbert: Die Friedrichstadt werde sich in den kommenden Jahren sehr positiv entwickeln und quasi Teil der Innenstadt werden, prophezeite er. Außerdem stellten koreanische Studenten in der Musikhochschule, die nur einen Katzensprung entfernt ist, den größten Anteil unter den ausländischen Studierenden.

Koreanischer Platz mit Dresdner Persönlichkeiten

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Erinnerungsstelen für Dresdner Persönlichkeiten auf dem Koreanischen Platz.

Quelle: Tanja Tröger

Etwas unglücklich allerdings: Bis auf die am Montag enthüllte Tafel bezieht sich kein Detail der Platzgestaltung auf das asiatische Land. Im Gegenteil: Sie ist völlig auf Dresden und die Friedrichstadt fokussiert. Bramsch, Bienert, Marcolini und diverse sächsische Könige benennen die neun orangefarbenen Sitzelemente auf dem grauen Betonpflaster. Kein Wunder, entwickelte sich doch die Namensidee für den Platz erst, als bereits alle Ausschreibungen und Planungen fertig waren. „Vielleicht machen gerade diese Gegensätze den Reiz aus“, sagte Interims-OB Hilbert. Dresden müsse seine Weltoffenheit nicht nur behaupten, sondern auch nach außen demonstrieren.

ttr

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