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„Herz statt Hetze“ und Pegida: DNN-Liveticker zum 9. November

9. November in Dresden „Herz statt Hetze“ und Pegida: DNN-Liveticker zum 9. November

Der 9. November ist eines der schicksalsträchtigsten Daten der deutschen Geschichte. 1918 die Ausrufung der ersten Republik, der hitler-Putsch 1923, die Reichspogromnacht 1938 , der Fall der Mauer 1989. In diesem Jahr steht der 9. November in Dresden wieder im Mittelpunkt.

Dresden. Der 9. November ist eines der schicksalsträchtigsten Daten der deutschen Geschichte. 1918 die Ausrufung der ersten Republik, der Hitler-Putsch 1923, die Reichspogromnacht 1938 , der Fall der Mauer 1989. In diesem Jahr steht der 9. November in Dresden wieder im Mittelpunkt: Grund dafür ist der Aufzug von Pegida. Vor allem deren Versammlungsort steht in der Kritik. Das islam- und asylfeindliche Bündnis trifft sich auf dem Theaterplatz, der bis 1945 Adolf-Hitler-Platz hieß und regelmäßiger Aufmarschort des NS-Regimes war. Für die Genehmigung erntet die Stadtverwaltung massive Kritik.  

Gegen Pegida demonstriert erneut das breite Bündnis „Herz statt Hetze“. Dieses darf nicht wie gewünscht auf den Theaterplatz und zieht nun vom Hauptbahnhof über den Neumarkt zur Synagoge. Zu den zwei Demos sind an verschiedenen Stellen der Stadt Mahnwachen an allen in Dresden verlegten Stolpersteinen angekündigt.

Die DNN berichten per Liveticker von den Ereignissen des Abends.

6000 Menschen zeigen „Herz statt Hetze“

Bis zu 6000 Menschen haben am Montagabend in Dresden friedlich gegen Pegida demonstriert. Organisiert von „Herz statt Hetze“ zog die Demo vom Hauptbahnhof über den Neumarkt bis zur Synagoge.

Tausende Dresdener haben am 9. November die Straße nicht Pegida überlassen.

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Pegida verzichtet diesmal auf Geschrei und Hetzparolen

Kein „Wir sind das Volk“, keine „Lügenpresse“-Rufe: Pegida ist gestern Abend schweigend durch die Stadt gezogen, um „gerade den 9. November würdig zu begehen“. Dazu hatte Lutz Bachmann, Mitbegründer der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“, die Teilnehmer aufgefordert.

Eindrücke der Pegida-Versammlung am 9. November

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22.09 Uhr: Die Polizei war heute mit 620 Beamten im Einsatz. Neben der kurzen Auseinandersetzung an der Synagoge melden die Beamten noch eine konfizierte Fahne eines Pegida-Teilnehmers. gegen den 37-Jährigen wird nun wegen des Verdachts des Verwendens verfassungswidriger Organisationen ermittelt.

22.07 Uhr: Das Demo-Geschehen für heute ist vorbei. Wir widmen uns noch der Aufbereitung der Ereignisse.

21.18 Uhr: Die verbliebenen Teilnehmer von Herz statt Hetze sind jetzt gemeinsam auf dem Weg in die Neustadt.

21.06 Uhr: Die geplante Demo von Herz statt Hetze in die Neustadt verzögert sich aktuell. Es sei unklar, wie die Pegida-Teilnehmer abreisen. Mit denen wolle man nicht aneinander geraten.

21.01 Uhr: Kurze Rangelei an der Synagoge. Als eine Gruppe von rund 30 Pegida-Anhängern auf die dort noch wartenden Herz statt Hetze-Teilnehmer traf, gab es eine kurze Auseinandersetzung. Die Polizei trennte beide Seiten jedoch schnell. Laut "Straßengezwitscher" gab es eine Festnahme. Die Pressestelle der Polizei hatte zunächst keine näheren Informationen vorliegen.

20.55 Uhr: Auch bei Herz statt Hetze klingt der Abend langsam aus.

20.50 Uhr: Mit dem Singen der Nationalhymne beendet Pegida seine Veranstaltung.

20.41 Uhr: Festerling hetzt gegen die "Lügenpresse" und Angela Merkel. Nichts Neues bei Pegida. Festerling will den "Schuldkomplex der Naziherrschaft beenden". Die "linksideologischen Gutmenschen sind die neuen Nazis", so Festerling.

20.24 Uhr Und bei Herz statt Hetze zählen die Wissenschaftler

20.22 Uhr: Durchgezählt zählt bei Pegida

20.21 Uhr Abschluss-Kundgebung bei Pegida mit Tatjana Festerling beginnt

20.16 Uhr: Pegida spielt nun schon zum dritten Mal die Pegida-Hymne

20.01 Uhr: Goldenbogen erinnert an die Pogromnacht und mahnt deutlich die Parallelen zur Gegenwart an: "Die Gesellschaft muss etwas tun, damit sich in Dresden etwas ändert". Sprache des 3. Reiches sei bei Pegida zu vernehmen, die Gesellschaft muss sich dagegen wehren. Mit einer Schweigeminute wurde danach den Opfern der Naziideologie gedacht.

19.55 Uhr: Bei Herz statt Hetze an der Synagoge spricht nun Nora Goldenbogen

19.54 Uhr: Pegida kommt wieder am Theaterplatz an

19.45 Uhr: Hasenberg und Vorplatz der Synagoge sind voll mit Teilnehmern von Herz statt Hetze, immer wieder kommen Menschen dazu

19.44 Uhr: Bachmann trägt "Lügenpresse"-Shirt

19.35 Uhr Bachmann und Festerling laufen bei Pegida in der ersten Reihe, Pegida jetzt am Pirnaischen Platz

19.32 Uhr: Herz statt Hetze trifft an Synagoge ein, Stimmung entspannt und friedlich

19.28 Uhr: Susanne Krause, Sprecherin der Dresdner Grünen: "Wir dürfen uns von Rechtsextremismus und Rassismus nicht treiben lassen. Wir wollen die Dresdner Zivilgesellschaft stärken, um ein vernünftiges Zusammenleben mit allen Menschen selbstverständlich zu machen."

19.14 Uhr: Zwischenkundgebung am Neumarkt von Herz statt Hetze mit Redebeitrag von Silvio Lang, Lang mahnt "Geschichte, die sich wiederholt" an

19.13 Uhr: Pegida läuft heute über Postplatz, Marienstraße und Külz-Ring, diesmal ohne Parolen, in "Gedenken an den 9. November"

19:02 Uhr: Pegida spielt Hymne gleich zweimal, dem fremdenfeindlichen Bündnis scheinen die Redner abhanden gekommen zu sein. Nur Bachmann spricht und mahnt zu "Ruhe und Besonnenheit, da man den 'Linksfaschisten' begegnen werde

18.43 Uhr: Wissenschaftler von "Durchgezählt" schätzen bis zu 4500 Teilnehmer bei Herz statt Hetze

18.42 Uhr: Pegida-Kundgebung beginnt im Regen

18.40 Uhr: SPD-Chef Martin Dulig: "Wir werden unsere Demokratie vor Rassisten und Nazis schützen. Deshalb beteilige ich mich heute erneut an der #Herzstatthetze Demonstration in Dresden. Ich werde es nicht hinnehmen, dass sich erneut Rassismus, Hetze und Gewalt in unserer Gesellschaft verbreiten. Im übrigen schließe ich mich meiner Kabinettskollegin Dr. Eva-Maria Stange an. Auch ich finde, dass eine Stadt an einem derart geschichtsträchtigen Tag, sensibler mit der Verteilung von Demonstration-Routen umgehen kann."

18.25 Uhr: nach ersten Schätzungen mindestens 6000 Menschen bei Herz statt Hetze, Kollege zählt 15 Minuten langen Demozug

18.20 Uhr: Am Theater geschätzt 1000 Pegida-Anhänger. Die Mahnwache am Stolperstein an der Sophienstraße steht. Die Menschen an der Mahnwache wurden schon mehrfach von Pegida-Anhängern bepöbelt.

18.13 Uhr: Jusos Dresden beteiligen sich an Stolpersteine-Mahnwachen, sie gedenken an der Bergstraße dem Schicksal von Elfriede Scholz. Juso-Vorsitzender Stefan Engel: "Der 9. November steht dafür, wie menschenfeindlicher Hass letztendlich in Gewalt und Zerstörung umschlagen kann. Daher muss unsere Demokratie auch vor den Rassisten rund um Pegida geschützt werden."

18.10 Uhr: Herz statt Hetze läuft los Richtung Neumarkt

18.08 Uhr: St. Petersburger Straße schon gesperrt, Herz statt Hetze läuft gleich los

18.01 Uhr: Pegida sammelt sich langsam auf Theaterplatz

17.54 Uhr: Pfarrer Hanno Schmidt spricht bei der Auftaktkundgebung von Herz statt Hetze. Schmidt sagt "Demokratie ist nicht leicht, das muss man üben." Hanno Schmidt schließt mit "Wir sind das Volk mit Herz." Holger Hübner vom Staatsschauspiel liest danach Rede von Michael Bittner vor.

17.37 Uhr: Auflagen bei Herz statt Hetze werden verlesen. Ersten Schätzungen nach sind bislang mehrere tausend Menschen versammelt.

17.26 Uhr: Vize-Ministerpräsident Martin Dulig (SPD) und Linken-Chef Rico Gebhardt treffen bei Herz statt Hetze ein

17.24 Uhr: DVB informiert über Umleitungen

17.21 Uhr: Laut DNN-Informationen will Pegida die gleiche Route laufen wie in der vergangenen Woche. Vom Theaterplatz über die Wilsdruffer Straße, Pirnaischer Platz, Georgenplatz, Külz-Ring, Wallstraße zum Theaterplatz

17.20 Uhr: Teilnehmer von Herz statt Hetze sammeln sich am HBF.

17.12 Uhr Unverständnis auch von den Dresdner Grünen zur Entscheidung der Verwaltung. Christiane Filius-Jehne, Fraktionsvorsitzende, kritisiert: „Es geht hier nicht um ein generelles Demonstrationsverbot, sondern darum, dass Menschen, die sich für Widerstand gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit stark machen, an den Rand der Innenstadt gedrängt werden, während Pegida seine rassistischen und fremdenfeindlichen Aufmärsche an diesem besonders sensiblen Ort durchziehen darf."

17:02 Uhr: Auch die Dresdner Linke kritisiert das Vorgehen des Ordnungsamtes Pegida auf dem Theaterplatz auflaufen zu lassen und erklärt: "Ausgerechnet am Jahrestag der Reichspogromnacht einem fremdenfeindlichen und rassistischen Bündnis wie PEGIDA vor der Initiative "Herz statt Hetze" den Vorrang zu geben, auf dem Theaterplatz demonstrieren zu dürfen, reiht sich leider in eine unrühmliche Tradition ähnlicher Entscheidungen des Dresdner Ordnungsamtes ein", so der Fraktionsvorsitzende André Schollbach.

16.48 Uhr: Kranzniederlegung an der Synagoge ist vorbei. OB Hilbert erinnerte in seiner Rede an ein Schreiben der Stadtverwaltung an die DVB, in dem die "Entfernung" jüdischen Personals ein normaler Vorgang war. Er mahnte an, Dresden sei 1933 eine der ersten Städte, die der NS-Ideologie gefolgt ist, schon von Beginn an habe Dresden seine Unschuld verloren. Werte wie Nächstenliebe und Achtung habe man einfach über Bord geworfen. Hilbert fragte, welche Werte sind uns heute wichtig? "Wie gehen wir heute damit um, wenn durch Dresden Worte wie „Volksverräter“ oder „Lügenpresse“ hallen?"

Nora Goldenbogen erinnerte, dass auch dem Pogrom 1938 eine Demonstration vorausging. "Wir dürfen nicht zulassen, dass montags auf den Straßen wieder Worte wie Lügenpresse und Volksverräter genutzt werden, denn das ist die Sprache des NS-Regimes".

15.56 Uhr : gut 100 Menschen bei offizieller Kranzniederlegung der Stadt zum 9. November. OB Hilbert gibt vorab nochmal Statement an die Medien zu Pegida auf dem Theaterplatz. "Wir wollen die Menschen, die zu Pegida gehen, wieder für das demokratische System zurückgewinnen und dafür ist ein Streit vor Gericht um Demoorte nicht hilfreich"

15.53 Uhr: Um 17.30 Uhr startet die Demo von Herz statt Hetze am Hauptbahnhof

15.03 Uhr: Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) hat an Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) appelliert, „alle Möglichkeiten zu prüfen, um weiteren Schaden von den Kultureinrichtungen, aber vor allem von der Stadt Dresden und dem Land Sachsen abzuwenden“. weiter...

12.37 Uhr: Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) sieht keine rechtliche Möglichkeit, Pegida am 9. November den Theaterplatz zu verwehren. „Das sächsische Versammlungsgesetz benennt den heutigen Tag weder als besonders schützenswert, noch treffen andere Sachverhalte zu, die ein Verbot rechtfertigen." weiter...

12.05 Uhr: Es ist fünf nach zwölf: Unter diesem Motto haben sich einige Dresdner kurzfristig zu einer Mahnwache auf dem Theaterplatz entschlossen, bevor dort am Abend Pegida aufläuft.

10.12 Uhr: Der Stadt stehen am Abend einmal mehr mehrere Demos bevor. Pegida ruft zum Jahrestag von Reichspogromnacht und Mauerfall zur Kundgebung auf dem Theaterplatz auf, das Bündnis „Herz statt Hetze“ zu Gegenprotesten, die am Hauptbahnhof starten. weiter...

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