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Herz statt Hetze: Dresdner machen sich wieder Mut

Theaterplatz am 21. Dezember Herz statt Hetze: Dresdner machen sich wieder Mut

Ein anderes Bild in die Welt senden: Mit laut „durchgezählt“ bis zu 4000 Menschen hat Herz statt Hetze am Montagabend den Theaterplatz zu einem Ort des Miteinanders und der Nächstenliebe gemacht. Mit vielen musikalischen Beiträgen machten sich die Dresdner dabei vor allem selber Mut.

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Quelle: S. Lohse

Dresden. Ein anderes Bild in die Welt senden: Mit laut „durchgezählt“ bis zu 4000 Menschen hat Herz statt Hetze am Montagabend den Theaterplatz zu einem Ort des Miteinanders und der Nächstenliebe gemacht. Mit vielen musikalischen Beiträgen machten sich die Dresdner dabei vor allem selber Mut.

Eindrücke von Herz statt Hetze am 21. Dezember auf dem Dresdner Theaterplatz

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Es sei darum gegangen, ein anderes Bild zu vermitteln, so Anmelderin Rita Kunert. Zu viele Montage lang sei vom Theaterplatz Hetze ausgegangen. An diesem Tag wollte man zeigen, dass dieser Platz auch Herz ausstrahlen kann. So hob Martina Aschmies für die Initiative Weltoffenes Dresden (#WOD) die Rolle der mehr als 10.000 Ehrenamtlichen heraus und stellte klar: „“Wir lassen uns die Stadt nicht nehmen von den treudoofen Angsthasen!“

Superintendent Christian Beer appellierte wie viele andere an die Gewaltlosigkeit, die tatsächlich den Abend auf dem Theaterplatz prägte. Zudem plädierte er für verbale Abrüstung. Von Pegida gingen Diffamierung, Hass und Ablehnung aus. Trotzdem will er mit möglichst vielen Menschen im Gespräch bleiben. „Reden gehört zur Demokratie“, sagte er. Sein Credo: „Nächstenliebe, wir schaffen das“.

Um die reden herum hatten die Organisatoren jede Menge Musik gepackt. So sangen der Chotrv und viele Mitarbeiter der Semperoper mit den Besuchern lauthals die „Ode an die Freude“, Bands wie die „Skaprifischer“, „Asyl For Insane“ sowie Künstler wie „Dota“ und „Benni Cellini“ unterhielten das Publikum. Lautstark umjubelt waren auch die Sänger vom Schauspielstudio des Staatsschauspiels sowie vor allem Gala El Hadidi und Levy Sekgapane aus dem Ensemble der Semperoper, die frenetisch gefeiert wurden.

Die Polizei hielt sich komplett zurück und erlebte einen ruhigen Abend. Erst als auf der anderen Elbseite Pegida zur Abreise blies und Gerüchte aufkamen, deren Teilnehmer zögen zum Theaterplatz, zeigten die Beamten mehr Präsenz. Das Risiko einer möglichen Konfrontation wollten die Herz statt Hetze-Organisatoren aber nicht eingehen. 30 Minuten vor dem geplanten Ende wurde der Abend vorzeitig beendet.

Stephan Lohse

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